Das Gericht vor der Verkündung des Urteils. Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Im Prozess zum Anschlag auf die Synagoge von Halle ist der Angeklagte zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Entscheidung trifft auf breite Zustimmung.

Magdeburg - Gerichtssäle sollen Orte der Gerechtigkeit sein. Sie sind oft auch Orte des Schmerzes. In Saal 24 C des Magdeburger Landgerichtes ist im vergangenen halben Jahr besonders viel Schmerz versammelt gewesen. Viele Tränen, viel Fassungslosigkeit, viel Trauer, Wut, Enttäuschung. Immer wieder haben die Nebenkläger ihre Gesichter in den Händen vergraben, haben gestöhnt, geweint, oder sie haben den Saal verlassen. Es war nicht mehr auszuhalten, was drinnen geschah. An diesem Montag nun gab es zumindest ein wenig Erleichterung. Der Attentäter von Halle, er ist verurteilt. Eigentlich, so die Vorsitzende Richterin Ursula Mertens, halte sie ihre Urteilsbegründungen immer frei. „Aber hier musste ich mich zwingen, die Begründung aufzuschreiben, um angesichts Ihrer Taten nicht die Fassung zu verlieren.“

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