In der kommenden Woche werden die Warnstreiks zwischen Montag und Mittwoch ausgeweitet und ihren Höhepunkt erreichen. Foto: dpa/Martin Schutt

Angebot und Forderung im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes liegen noch weit auseinander. Mit verstärkten Warnstreiks auch im Südwesten will die Gewerkschaft Verdi die Arbeitgeber zum Nachgeben bewegen.

Mannheim - Die Gewerkschaft Verdi will im Südwesten nach dem aus ihrer Sicht enttäuschenden Arbeitgeberangebot den Druck im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes erhöhen. In der kommenden Woche werden die Warnstreiks zwischen Montag und Mittwoch ausgeweitet und ihren Höhepunkt erreichen, wie Verdi am Freitag mitteilte. Die Arbeitgeber hatten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Das Angebot laufe auf eine Stagnation bei den Gehältern hinaus, betone Verdi.

Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Zwei Verhandlungsrunden waren ohne Ergebnis geblieben. Ab Donnerstag wird in Potsdam in dritter Runde weiterverhandelt.

1000 Menschen bei Kundgebung in Mannheim

Am Montag und Dienstag wird die Landeshauptstadt Stuttgart von Arbeitsniederlegungen unter anderem im Klinikum betroffen sein. Auch im Verdi-Bezirk Ulm-Oberschwaben sind Ausstände geplant. Am Mittwoch wird in Ludwigsburg sowie in den Landkreisen Böblingen und Rems-Murr jeweils inklusive der Kliniken und Kreissparkassen die Arbeit unterbrochen.

Am Freitag hatten nach Verdi-Angaben 2000 Beschäftigte von Behörden, Kitas und Nahverkehr an Warnstreiks in der Rhein-Neckar-Region teilgenommen. Zu einer Kundgebung in Mannheim hatten sich über 1000 Menschen versammelt.

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