Eine klare Botschaft. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Am Marktplatz in Stuttgart wurden an diesem Freitag, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, bunte Banner aufgehängt, um auf die Rechte von Kindern aufmerksam zu machen.

Stuttgart - Auch in diesem Jahr wurde am 20. November, dem Internationalen Tag der Kinderrechte, in der Innenstadt demonstriert. Auf einen Protestmarsch durch die Stadt wurde aufgrund von Corona verzichtet und stattdessen zur stillen Demonstration aufgerufen. Unter dem Motto „Hände hoch für Kinderrechte!“ wurden Kindereinrichtungen dazu eingeladen, Demonstrationsbanner zu gestalten, die bis zum 27. November am Bauzaun vor dem Rathaus hängen werden.

Gerade in Corona-Zeiten wichtiges Thema

Über 16 Initiativen, Einrichtungen und Träger haben sich beteiligt. „Es wurden so viele Banner eingeschickt, dass gar nicht alle aufgehängt werden konnten“, sagt Janina Steiner, Leiterin der element-i Bildungsstiftung. Mit der Aktion soll erneut auf die Rechte von Kindern auf Bildung und Beteiligung, Freizeit, Spiel und Erholung sowie auf Privatsphäre aufmerksam gemacht werden. „Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist es wichtiger denn je, dass Kinder ihre Freiräume, einen Zugang zu Betreuung und den Kontakt zu Gleichaltrigen behalten“, sagt Konzept-e Geschäftsführerin Waltraud Weegmann. Sollte es, wie im ersten Lockdown, eine Schließung der Kitas und Schulen geben, könnte das für viele Kinder und ihre Familien gravierende Folgen haben.

Die Kinderbeauftragte der Stadt Stuttgart, Maria Haller-Kindler, ist optimistisch: „Man hat inzwischen gemerkt, wie wichtig Kindereinrichtungen sind. Eine erneute Schließung wäre eine absolute Notfalllösung“. Haller-Kindler lobt das Engagement der Beteiligten, appelliert aber auch an die Vernunft der Bevölkerung: „Allein um der Kinder willen sollte sich jeder an die Regelungen halten, damit Kitas und Schulen auch in Zukunft weiter geöffnet bleiben können.“

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