Die Altdorfer Ortsdurchfahrt wird teilweise für mehrere Monate gesperrt. Foto: /Stefanie Schlecht

Die Gemeinde Altdorf muss ihre Ortsdurchfahrt auf Vordermann bringen. Auch andere kostenintensive Projekte stehen auf der Strecke an. Wann die Arbeiten beginnen, weiß aber so genau noch keiner.

Die Altdorfer müssen sich im kommenden Jahr auf einige Einschränkungen im Verkehr einstellen. Dann nämlich wird die Ortsdurchfahrt teilweise für mehrere Monate am Stück gesperrt.

Grund dafür sind gleich mehrere Baustellen in dem Gebiet zwischen der Oberen Straße und der Schulstraße. Wann genau die Bauarbeiten losgehen, die insgesamt rund ein Jahr dauern sollen, ist aber noch nicht ganz sicher. Die wichtigsten Arbeiten, sagt Bürgermeister Erwin Heller, dienen dem Hochwasserschutz und der Daseinsfürsorge. So soll der Durchmesser des Erlachgrabens, der unter der Holzgerlinger Straße verdolt ist, vergrößert werden.

Arbeiten dienen Hochwasserschutz

Damit soll gewährleistet werden, dass das Regenwasser auch bei Starkregen aufgenommen und in die Würm geleitet werden kann. Im Seeweg sei die Erlachdole schon vor ein paar Jahren auf einen Durchmesser von 1,60 Meter erweitert worden. „Hier ab der Bushaltestelle Friedhof ist die Erlachdole noch ein Flaschenhals bis zur Einmündung Schulstraße, wo sich das Regenwasser sammelt“, erklärt Heller. Wenn der unterirdische Wasserlauf mehr Frisch- und Regenwasser aufnehmen kann, werde der bebaute Ortsbereich geschützt.

Radweg soll durchs ganze Dorf führen

In acht Bauabschnitten wird die Straße aufgerissen, um an den Wasserlauf zu gelangen. Am längsten bleibt die Ortsdurchfahrt dabei zwischen dem Seeweg und der Schulstraße gesperrt. Gut acht Monate sollen die Arbeiten an dieser Stelle dauern.

Ebenfalls geplant ist ein Radweg, der einmal durch den gesamten Ort führt. Bislang müssten alle Radfahrer, egal in welcher Richtung sie unterwegs seien, auf dem Gehweg auf der Nordseite der Landesstraße fahren. „Das ist so nicht mehr zulässig“, sagt der Bürgermeister. Der neue sogenannte Angebotsstreifen soll auf der südlichen Seite der Ortsdurchfahrt entstehen – also direkt auf der Straße. „Durch die Tempo-30-Regelung auf der Auffahrt ist das vertretbar“, findet Heller. Durch das neue Angebot soll der Radverkehr entzerrt werden.

Förderzusage steht noch aus

Im Zuge der Arbeiten müssen die Fahrbahnränder umgebaut und der Gehweg breiter gemacht werden. Der Bau des Radwegs soll rund zwei Millionen Euro kosten. Zwar ist die Baumaßnahme in ein Radewegeförderprogramm des Landes aufgenommen worden, bei dem 70 bis 90 Prozent der Kosten übernommen würden. Die endgültige Zusage steht aber noch aus. Daher auch die Unsicherheit, wann genau mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Lösung für Anwohner wird gesucht

Aber zurück zur Ortsdurchfahrt. Während der Arbeiten an den acht Bauabschnitten wird der überörtliche Verkehr um Altdorf herum umgeleitet. Für den innerörtlichen Verkehr sind bereits verschiedene Routen über die Ortsstraßen vorbereitet. Für die Anwohner, die in dieser Zeit ihre Grundstücke nicht anfahren können, werde man noch eine Lösung finden müssen.

Auch die Erweiterung der Erlachdole und der Abwasserkanäle wird teuer. 2,1 Millionen Euro sind aktuell angesetzt. Allerdings dienen die Arbeiten dem Hochwasserschutz und können somit ebenfalls gefördert werden. Beide Projekte – die Erlachdole und die Sanierung der Ortsdurchfahrt – dauern theoretisch jeweils ein Jahr. „Wir wollen das aber so koordinieren, dass wir in einem Jahr mit allem durch sind“, sagt Heller.

Ein Jahr sollen die Arbeiten dauern

Und als ob im kommenden Jahr noch nicht genug gebaggert würde an der Altdorfer Ortsdurchfahrt, hat die Verwaltung noch eine weitere Baumaßnahme geplant.

Bushaltestellen werden barrierefrei

Die Bushaltestellen im Ort sollen barrierefrei ausgebaut werden, wie es mittlerweile vorgeschrieben ist. Auch dafür werden Fördermittel erwartet. „Es macht Sinn, das jetzt mit zu machen“, sagt Heller. Es seien wirklich viele und auch teuere Arbeiten, die in den kommenden Monaten anstehen, weiß der Bürgermeister. Man sei auf die Zuschüsse aus den Fördertöpfen angewiesen und hoffe nun auf eine zügige Zusage, um möglichst bald beginnen zu können.