Ein frischer Regen erquickt nicht nur die Pflanzen. Foto: imago/Arnulf Hettrich

Manche glauben schon wieder an die meteorologische Normalität, nur weil es im September und Oktober ausgiebig geregnet hat. Doch von einem natürlichen Ausgleich der Dürremonate im Sommer kann keine Rede sein.

Vielleicht ist es die Sehnsucht, aus einem Alptraum namens Klimakatastrophe in einer halbwegs heilen meteorologischen Normalität zu erwachen. Zunächst die Tatsachen: Nicht nur dem subjektiven Eindruck nach hat es im September und Oktober ausgiebig geregnet. Und zumindest der erste der beiden Monate war recht kühl. Jetzt die Wunschvorstellung: Nach dem zugegebenermaßen heißen und sehr trockenen Sommer habe das Wetter für einen ganz natürlichen Ausgleich gesorgt. Also sei „das mit dem Klimawandel“ wohl doch nicht so schlimm. Man hört solche Aussagen jetzt wieder häufiger, nicht nur von völlig verbohrten Klimaleugnern. Ist was dran? „Ach was. Überhaupt nichts“, sagt der Meteorologe Kai-Uwe Nerding von der Stuttgarter Außenstelle des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Seine Berechnungen der Niederschlagsmengen belegen, dass die Regenfälle der vergangenen Wochen die Trockenheit im Sommer schon rein zahlenmäßig nicht ausgeglichen haben.

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