Robert Hoening hat es geschafft, dass in Stuttgart-Botnang in einem Jahr 30 Solaranlagen installiert wurden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Was in Botnang funktioniert hat, soll nun auf ganz Stuttgart ausgerollt werden. Die Stadt sucht Solarscouts, die ihre Mitbürger in den Bezirken bei Auswahl und Kauf einer Solaranlage unterstützen.

Robert Hoening hat es in Stuttgart-Botnang vorgemacht, nun sollen die anderen Stadtbezirke seinem Beispiel folgen. Er hat mit einer ehrenamtlichen Initiative Menschen aus Botnang zusammengebracht, die sich für eine Solaranlage interessieren. Er hat sie zusammengebracht, beraten und Sammelbestellungen organisiert; so wurden innerhalb eines Jahres 30 Solaranlagen gebaut.

Stadt sucht engagierte Personen

Im Stuttgarter Westen hat sich mittlerweile schon eine ähnliche Initiative gegründet. Weil der Botnanger Robert Hoening und die Aktiven aus dem Westen dies allerdings für ganz Stuttgart nicht alleine bewerkstelligen können, sucht die Stadt nun Menschen, die Lust haben, mitzumachen. Der Gemeinderat hat nun im Dezember Mittel für eine Planstelle zur Koordinierung sowie jeweils 100 000 Euro für 2024 und 2025 bewilligt.

Stuttgart hat beim Solarausbau einiges vor. Aktuell liegt die Solarleistung bei 64 Megawattpeak, die Stadt strebt für 2035 insgesamt mindestens 520 Megawattpeak an. Auf ganz Deutschland bezogen wurden im vergangenen Jahr übrigens so viele Anlagen installiert wie in keinem Jahr zuvor.

Den Nachbarn in Stuttgart bei Solar helfen

In Kooperation mit dem Amt für Umweltschutz und dem Energieberatungszentrum Stuttgart sollen sogenannte Solarscouts ihren Nachbarn und Mitbürgern helfen, ihre Dächer mit Photovoltaik auszustatten. Dabei geht es vor allem um Erstberatungen, Hilfe bei der Angebotsauswahl und im besten Fall mit der Organisation von Sammelbestellungen. Derzeit werde eine halbtägige Schulung erarbeitet, die im Februar beginnen soll, teilt die Stadt mit.

Erfahrung mit dem Thema und eine damit verbundene grundlegende Sachkenntnis seien ausreichend. Bei komplexeren Fragestellungen würden die Experten vom Amt für Umweltschutz und dem Energieberatungszentrum übernehmen, heißt es. Ziel sei es, dass zwei bis vier Solarscouts in jedem Stadtbezirk aktiv werden. In neun Bezirken seien schon erste Interessenten gefunden.

Es gibt eine Aufwandsentschädigung

Die Solarscouts erhalten laut Stadt eine Aufwandsentschädigung, zudem sollen sie untereinander vernetzt werden. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich beim Amt für Umweltschutz melden. Die Kontaktperson ist Raymund Schäffler, raymund.schaeffler@stuttgart.de, Telefon 0711/216-81934. Ein erstes Treffen ist am Dienstag, 30. Januar, 19 Uhr, im Foyer des Energieberatungszentrums Stuttgart, Gutenbergstraße 76.