Vor allem bei den Superreichen will der DGB einkassieren, um untere und mittlere Einkommen zu entlasten. Foto: dpa/Monika Skolimowska

Der Deutsche Gewerkschaftsbund legt ein Steuerkonzept vor, das die Einnahmen des Staates massiv erhöhen würde. Damit soll die öffentliche Hand mehr finanziellen Spielraum für Investitionen erhalten – und das Gros der Steuerzahler soll entlastet werden.

Stuttgart - Dass sich in der Coronakrise die Kluft zwischen Arm und Reich weiter vergrößert hat, wird mittlerweile auch von neutraler Seite festgestellt. Zudem hat sich in der Pandemie ein hoher Investitionsbedarf in die öffentliche und digitale Infrastruktur herausgestellt. Daran knüpft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mit seinem Steuerkonzept an, das er vor dem Bundestagswahlkampf in die Debatte wirft. Im Kern soll der Staat damit 60 Milliarden Euro pro Jahr mehr einnehmen – große Vermögen, Erbschaften und Kapitaleinkünfte sollen stärker zum Gemeinwesen beitragen. Zugleich sollen gut 95 Prozent aller Haushalte mit einem gerechteren Einkommensteuertarif um etwa 31 Milliarden Euro entlastet werden.

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