Gute Stimmung bei der Einweihung. Foto: Roberto Bulgrin

Kögel gestaltet sich neu. Zur munteren Einweihungsparty kamen viele Gäste. Das Haus in der Hirschstraße wurde geschlossen. „Kögel Trend“ bleibt in der Bahnhofstraße.

Esslingen - Das Modehaus Kögel sortiert sich neu. Das Männermodehaus in der Hirschstraße wurde geschlossen. Die Herrenabteilung zieht ins Haupthaus in die Zehentgasse, also in ein lebendiges Quartier in unmittelbare Nachbarschaft zum Altem Rathaus, der Sektkellerei Kessler und dem Postmichelbrunnen. Damit verfügt das Modehaus noch über zwei Standorte in der Stadt. „Kögel Trend“ mit junger Mode in der Bahnhofstraße sowie das Haupthaus mit den Abteilungen Man, Woman, Living und Body.

Dem Modehaus gehe es dabei darum, sich stärker an den Kundenwünschen zu orientieren und sich somit auch an die derzeitige Marktsituation anzupassen, wie Alexander Kögel erläuterte. Das Haus hat viel Tradition. Es wird derweil schon in der vierten Generation betrieben. Manche Produkte seien im Verlauf der Jahre und Jahrzehnte dazugekommen, andere seien weggefallen. Zu den Waren, die im Verlauf der Zeit wegfielen, gehören Teppiche und Gardinen. „Das erwartet heute niemand mehr in einem Modenhaus“, so Kögel.

Es ist ein Neuanfang, wo die Männermode in das Gesamthaus integriert wird. Insgesamt stehen den Kunden 2500 Quadratmeter Verkaufsfläche auf mehreren Etagen zur Verfügung. 600 Quadratmeter fallen durch die Schließung der Hirschstraße weg. Doch darauf kommt es nicht an. Jetzt ist mehr unter einem Dach. Kögel: „Weniger ist manchmal mehr.“ Eng wirkt das Kaufhaus deshalb nicht. Die Atmosphäre ist luftig, es gibt viel Platz für die Kunden. Service und aufrichtige Gespräche mit den Kunden sind Kögel wichtig. „Unsere Kunden wohnen hier, wir begegnen uns in der Stadt. Wir können gar nicht anders als ehrlich mit den Kunden sein.“

Zur Einweihungsfeier kamen zahlreiche Gäste und ließen sich verwöhnen. Sekt, Bowle und Bier, Spätzle, Linsen und Seitenwürste sowie einige süße Nachtischspeisen bot der Gastgeber an. Die Atmosphäre unter den Gästen war heiter. Unter ihnen auch Oberbürgermeister Jürgen Zieger. Für ihn steht fest: „Ohne Kögel kann ich mir Esslingen nicht vorstellen.“

Diskutiert wurde an dem Abend natürlich das neue Ambiente des Hauses. Allerdings kamen auch ernste Themen zur Sprache. So diskutierten einige die Frage, ob der Onlinehandel auch als Chance begriffen werden könne. Kögel und Zieger sind sich in dieser Sache einig: Beide beantworten die Frage mit Ja. „Ich bin überzeugt, dass der stationäre Handel eine Zukunft hat“, sagte Kögel. Aber das eine schließt das andere nicht aus. Deshalb macht Kögel bei der Initiative „Online Handel(n)“ mit. Dabei handelt sich um ein Digitalprojekt, bei dem die Städte Esslingen und Plochingen in den kommenden zwei Jahren gemeinsam mit Einzelhandel und Gewerbetreibenden den digitalen Wandel mit dem stationären in Einklang bringen wollen.

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