Fordern Hilfen ein: Die Veranstalter trifft Corona hart. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Diese Branche trifft es mit am härtesten: Seit Monaten pausieren Caterer, Partyorganisatoren oder Künstler. Mehrere hundert Menschen haben jetzt auf dem Karlsplatz demonstriert und auf ihre missliche Lage aufmerksam gemacht.

Stuttgart - Zeltvermieter, Caterer, Bühnentechniker, Kabarettisten, Sänger und Künstler: die Veranstaltungswirtschaft umfasst ein großes Spektrum an Berufen. Doch die meisten können seit Mitte März gar nicht mehr arbeiten, denn die coronabedingten Einschränkungen kommen einem Berufsverbot gleich. Mehr als 100 Menschen aus der Branche haben am Mittwoch auf dem Karlsplatz auf ihre prekäre Situation aufmerksam gemacht.

Kurzarbeiterregelung soll ausgeweitet werden

Unter dem Motto „Alarmstufe Rot“ fordern sie unter anderem Überbrückungsprogramme für alle Unternehmensgrößen, eine Ausweitung von laufenden Kreditprogrammen, eine Flexibilisierung der Kurzarbeiterregelung und einen „Rettungsdialog“ mit der Politik. Denn auch knapp fünf Monate nach der ersten Corona-Verordnung zeichnet sich für die meisten Beschäftigten keine Besserung ab.

David Beck von der Stuttgarter Produktionsfirma B+B Eventtechnik sagte, dass seine derzeit 40 Beschäftigten ausnahmslos in Kurzarbeit seien. Manche hätten das Unternehmen freiwillig verlassen. „Wir hatten einfach nichts mehr zu tun“, so Beck. Ein Problem sei auch, dass viele Kunden ihre Events nun einfach per Webcam übertragen würden. Viele Leistungen der Branche würden damit hinfällig, so Beck.

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