Die Farben des Deutschen Reiches vor dem Sitz des Bundestag – sie diskreditieren jedes noch so berechtigte Anliegen, das andere Corona-Demonstranten vorgebracht haben mögen. Foto: John MacDougall / AFP

Neonazis haben die Corona-Proteste in Berlin kapern können. Wenn der vernünftige Teil der Demonstranten will, dass seine Anliegen ernst genommen werden, muss er radikal mit den Rechtsextremisten und Spinnern in den eigenen Reihen brechen, meint unser Hauptstadtkorrespondent Christopher Ziedler.

Berlin - Das Coronavirus mit all seinen gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Nebenwirkungen ist, so hat es Kanzlerin Angela Merkel dieser Tage wieder eingeräumt, „eine demokratische Zumutung“. Die Proteste am Wochenende in Berlin gegen Einschränkungen des öffentlichen Lebens und mehrerer Grundrechte waren es allerdings auch. Wer vor Gericht sein Demonstrationsrecht durchsetzt, dann aber Infektionsschutzauflagen ignoriert, entlarvt sich als Fan eines Rechtsstaats à la carte. Die gute Nachricht ist: Beide Zumutungen kann diese Gesellschaft, deren übergroße Mehrheit den Umgang mit der Pandemie bisher für angemessen hält, überstehen.

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