Wichtig ist, was hinten rauskommt: Das Hauptklärwerk in Stuttgart filtert diverse Stoffe aus dem Abwasser. Foto: Lichtgut/Ferdinando Iannone

Um ihre Hinterlassenschaften zu entsorgen, war die Residenzstadt Stuttgart auf Nachbarn angewiesen. Das größte Klärwerk im Land erhält neue Reinigungsstufen.

Wohin mit den Hinterlassenschaften einer schnell wachsenden Stadt? Die Frage lag in den 1960er Jahren im Stuttgarter Hauptklärwerk wieder einmal in der Luft. 640 560 Einwohner zählte die Kommune 1962, das war historischer Höchststand. Mit der Einwohnerzahl wuchsen auch die Berge an Klärschlamm. Ein anrüchiges Problem gab es schon zur Jahrhundertwende. Der 1916 noch nicht zu Stuttgart zählende Nachbar Mühlhausen hatte es, nach vehementem Widerstand und, so berichtet die Chronik, „atemberaubend hohen Kaufpreisen“ in Hofen, gegen eine Entschädigung gelöst. Das Abwasser floss über die Gemarkungsgrenze und schwappte in drei Reinigungsbecken. Die Residenzstadt hatte damals viel Fläche auf Vorrat gekauft, insgesamt streckt sich das Gelände der größten Kläranlage im Land auf 1,4 Kilometer den Neckar entlang und überdeckt 25 Hektar.

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