25.07.2019 Eröffnung Kino auf der Burg

 Foto: Hauenschild

Die Esslinger Burg wird bis 3. August zum stimmungsvollen Filmpalast unter freiem Himmel. Das Kommunale Kino will mit seinem Kino auf der Burg an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen.

EsslingenDie Esslinger Burg ist in den kommenden Tagen fest in der Hand der Film-Fans: Bis zum 3. August verwandelt das Kommunale Kino die Burganlage über den Dächern der Stadt allabendlich in einen stimmungsvollen Filmpalast unterm Sternenzelt – und das bereits zum 27. Mal. Mit einem Tag des Ehrenamts hat das Kino auf der Burg traditionell begonnen: Als Dankeschön lud die Stadt ehrenamtlich Engagierte zu einem exklusiven Abend mit Film, Musik und guter Unterhaltung ein. Und weil es sich herumgesprochen hat, dass der Tag des Ehrenamts immer ein besonderes Erlebnis ist, war die Veranstaltung im Handumdrehen ausgebucht.

Zum Programm

Die Nachfrage ist mittlerweile so groß und die Zahl der ehrenamtlichen Vereine und Organisationen ist in Esslingen so stattlich, dass die Stadt das Ticket-Kontingent, das sie für jede einzelne Gruppe vorhält, von 15 auf 13 reduzieren musste. Denn bei 3000 Zuschauern ist im Kino auf der Burg Schluss. Das ist auch eine Frage der Atmosphäre – kommen mehr Besucher, ist alles nicht mehr so entspannt, und die Schlangen vor den Catering-Ständen werden zu lang. Deshalb hat sich das Kommunale Kino bewusst dieses Limit gesetzt. Und man fährt offenbar gut damit, wie Moderator Clemens Bratzler, der die Gäste zum Tag des Ehrenamts begrüßte, zufrieden feststellte: „Von unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern habe ich gehört, dass wir diesmal ein besonders angenehmes Publikum haben. Alles war ganz entspannt – es gab überhaupt keinen Ärger und keine Nörgelei.“

Das hat Esslingens Oberbürgermeister Jürgen Zieger nicht anders erwartet, schließlich hält er große Stücke auf all jene, die sich ehrenamtlich engagieren: „Esslingen wird reicher und bunter dank Ihres Einsatzes“, bescheinigte er den Gästen beim Tag des Ehrenamts. „Eine Stadt lebt von den Menschen, die mehr tun als nur ihre Pflicht.“ Was sich bewegen lässt, wenn sich viele für ein gemeinsames Ziel begeistern und zupacken, statt sich von Zweifeln und Eigensinn bremsen zu lassen, haben vor genau 50 Jahren engagierte Esslingerinnen und Esslinger gezeigt, als sie das erste „Burgfestival der Esslinger Jugend“ aus der Taufe hoben, das im Grunde auch den Weg bereitet hat für das heutige Kino und die sommerlichen Konzerte auf der Burg. Der Film-Amateur-Club hatte damals das Spektakel in einem launigen Dokumentarfilm festgehalten. Und Bernd Daferner, der das Burgfestival damals mitinitiiert hatte, ließ aus dem historischen Material eine fünfminütige Kurzfassung zusammenschneiden, die beim Tag des Ehrenamts zu sehen war, ehe dann der Hauptfilm des Abends – die Dramödie „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ – zu sehen war.

A propos Ehrenamt: Rund 130 fleißige Helferinnen und Helfer wollen auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass das 27. Kino auf der Burg an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen kann. Veranstaltet wird das Festival wie gewohnt vom Kommunalen Kino, präsentiert wird es traditionell von der Eßlinger Zeitung und freundlich unterstützt von der Kreissparkasse. Und gleich der erste Film, für den es im freien Verkauf Karten gab, erwies sich nicht ganz überraschend als Renner: Für den Musik-Film „Bohemian Rhapsody“ am Donnerstagabend gibt es schon lange keine Karten mehr. Und mit Blick auf das hochsommerliche Wetter dürften auch die folgenden Abende im Kino auf der Burg erfolgreich laufen. Besonders gefragt sind an den Vorverkaufskassen die Filme „Der Fall Collini“ (26. Juli), „Der Junge muss an die frische Luft“ (27. Juli) und „A Star is Born“ (31. Juli). Und es sollte nicht überraschen, wenn demnächst auch bei anderen Filmen aus dem Repertoire des Kinos auf der Burg ein Schild mit der Aufschrift „Ausverkauft!“ an den Kinokassen hängen würde.

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