Cicely Tyson (1924-2021) war eine Wegbereiterin für Afroamerikaner im Film- und Fernsehgeschäft. Foto: AFP

Cicely Tyson, die nun im Alter von 96 Jahren gestorben ist, wollte mehr Rollen für Schwarze im Kino und Fernsehen. Die üblichen Angebote aber machten sie wütend.

Stuttgart - Die zweite Nutte hinten links in der Straßenszene eines TV-Krimis – dieser Job war für afroamerikanische Schauspielerinnen eigentlich immer zu haben. Cicely Tyson hätte jedem mit einem ihrer Stöckelabsätze die Augen ausgestochen, der gewagt hätte, ihr so eine Offerte zu machen. Die Grand Dame der schwarzen Schauspielwelt in den USA, die nun im Alter von 96 Jahren gestorben ist, hatte sich ja sogar geweigert, einschlägige größere Rollen in Kinofilmen auch nur in Erwägung zu ziehen: Getto-Junkie, geprügelte Prostituierte, überforderte Sozialbau-Mutti oder Gangsterbraut. „Wir dürfen das nicht spielen“, hat sie mal um mal ihre Kolleginnen ermahnt, so werde man mitschuldig am Zementieren von Klischees und Vorurteilen.

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