Festwirtin Sonja Merz und Koch Henry Haug bitten an drei Sonntagen ab 11 Uhr zum Weißwurstfrühstück. Foto: Rehberger - Rehberger

Sonja Merz hat zum zehnten Mal ihr Festzelt auf dem Volksfest aufgebaut. Ein drei Meter großes Logo an der Fassade gibt ihr Motto aus: Das Zelt mit Herz. Sie und ihr Team haben sich einiges einfallen lassen.

Bad Cannstatt N icht nur das Volksfest und Landwirtschaftliche Hauptfest feiern Jubiläum. Auch Festwirtin Sonja Merz kann etwas vorweisen: Zum zehnten Mal ist sie mit ihrem Festzelt auf dem Cannstatter Wasen. 2009 feierte sie mit dem Cannstatter Wasenzelt Premiere.

Inzwischen hat sich viel getan. Nicht nur am Zeltnamen. Es heißt jetzt schlicht Sonja Merz Zelt. Viele neue Wege wurden beschritten, ohne die Tradition des Volksfestes zu vergessen. Dies spiegelt sich sowohl im Erscheinungsbild des Zeltes, als auch im Programm und einer eigens entworfenen Souvenirkollektion wieder. Das Festzelt hat unter dem Slogan „Ein Zelt mit Herz“ ein neues Logo und passend dazu ein drei Meter großes Herz an der Zeltfront erhalten. Es soll als Treffpunkt für alle Social-Media-Freunde dienen und den Charme des Slogans verbildlichen. Abgerundet wird das neue Erscheinungsbild durch eine Jubiläums-Souvenirkollektion „Was’n Style“. Die Kollektion umfasst bestickte Trachtenstrümpfe, golden bedruckte Bierkrüge in klein und 0,5-Liter-Größe, T-Shirts unter anderem mit Aufdruck „Cannstatter Hasen“, die Fächer „Herz verloren“ und „Herz gefunden“ oder Was’n Style-Flachmann – da wurden ordentlich Ideen umgesetzt.

„Ich habe ein tolles Team hinter mir“, strahlt die Festwirtin, „auf das ich mich verlassen kann.“ Seit Anfang Januar wurde die Volksfestsaison vorbereitet, viele Ideen entwickelt. „Daraus ist einiges Schöne entstanden.“ Jeweils an den drei Sonntagen bietet die Festwirtin ein exklusives Weißwurstfrühstück. Dazu wurde eigens in Tirol ein neuer Weißwurstkessel mit einem Fassungsvermögen von 400 Litern angefertigt. „Der Kupferkessel hat eine lange Reise hinter sich“, sagt Sonja Merz und verteilt mit Koch Henry Haug die ersten Weißwürste. Drei Monate Lieferzeit galt es durchzustehen. Jetzt wird das gute Stück an den drei Sonntagen ab 11 Uhr in der Loge aufgebaut.

Am Mittwoch, 3. Oktober, findet das Weißwurstessen für einen guten Zweck statt. Die Hälfte des Eintrittspreises geht an den Verein „Frühstück für Kinder“. Zudem gibt es eine Tombola. Mit dem Weißwurstfrühstück, bei dem immer für eine Kinderbetreuung gesorgt ist, sollen schon zum Vormittag Besucher ins Zelt geholt werden, um tagsüber die Zelt-Atmosphäre zu genießen. „Das ist eine feine Veranstaltung“, ist Merz überzeugt. Denn nicht jeder Wasenbesucher wolle am Abend ins Festzelt.

Eine weitere Herausforderung ist Sonja Merz angegangen. Sie bietet am Dienstag, 9. Oktober, den 1. Stuttgarter Electronic Wasen. Ihr Zelt steht an diesem Abend ausschließlich im Zeichen elektronischer Musik – das gab es auf dem Volksfest noch nie. Für die entsprechende Musik sorgen Lexy & K-Paul, DJ Karotte und die Lokalmatadoren Saschko und Marius Lehnert. „Das wird ein Abend ohne Tracht“, schmunzelt Sonja Merz. „Bislang ist die Resonanz toll.“ Auf Facebook sei das Interesse riesig. Ebenfalls jüngeres Publikum spricht DJ Noah Becker an, der am 8. Oktober unter dem Namen „Knowa“ in den Bandpausen mit selbst-produzierter House-Musik aufwartet. Zum Abschluss am 14. Oktober wird erstmals in ihrem Zelt die „I love Hip Hop“-Party mit DJs und Tänzerinnen gefeiert.

Nicht nur die Festwirtin ist aktiv. Tochter Katharina hat mit ihrer Freundin Angelina den Instagram-Account „Wasengeflüster“ ins Leben gerufen, wo es täglich Infos zum Fest gibt. „Die Festwirte sind begeistert“, lobt Marcus Christen von der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft.

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