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Um keinen Unterhalt zahlen zu müssen, hat ein 60-jähriger Deutsch-Australier seine Ehefrau auf einem Parkplatz in Sindelfingen erstochen. Der Mann plädiert auf "Notwehr".

Stuttgart (dpa)Um das Erbe für seine Kinder zu sichern, hat ein Ehemann nach eigenen Angaben seiner Frau aufgelauert und sie erstochen. Die 57-Jährige habe sein Vermögen an sich reißen wollen, sagte der Angeklagte am Montag vor dem Landgericht Stuttgart. Die Tat sei daher zwar geplant, aber trotzdem "Notwehr" gewesen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 60-jährigen Deutsch-Australier Mord vor. Mit einer Perücke verkleidet habe er seine von ihm getrennt lebende Frau im vergangenen November auf einem Parkplatz in Sindelfingen aus Habgier attackiert, um keinen Unterhalt zahlen zu müssen.

Der Polizei zufolge hatten Zeugen erfolglos versucht, ihn zurückzuhalten. Erst als eine Polizeistreife dazukam, ließ er von ihr ab. Die Verletzte war zunächst wiederbelebt worden, starb aber später im Krankenhaus. Den Ermittlungen zufolge hatte der Mann die Tatwaffe, ein Messer, aus Australien mitgebracht, wo er zuletzt lebte.

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