Die erste Beton-Bodenplatte für den Tiefbahnhof ist bereits deutlich erkennbar Foto: DB Projekt/Reiner Pfisterer Quelle: Unbekannt

Stuttgart (eh) - Besser könnte die Stimmung bei den Stuttgarter Grünen wohl nicht sein: Beim Wahlkampfabschluss auf dem Marktplatz gestern Abend sorgten neue Umfragewerte für Gelassenheit unter den Parteimitgliedern und Sympathisanten. Demnach könnte es am kommenden Sonntag für eine grün-rote Mehrheit im Land reichen. Die Grünen kämen laut Befragung auf 32 Prozent, die CDU auf 27 Prozent. Die SPD liegt bei 16 Prozent. „Wir dürfen jetzt aber nicht überschnappen“, warnte der Spitzenkandidat der Grünen, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, vor voreiliger Euphorie. Gleichwohl gebe es viele gute Gründe, die grün-rote Regierungsarbeit fortzuführen, verwies er in seiner Rede auf die Erfolge in den Bereichen Ökonomie und Ökologie, Bildung und Betreuung sowie Bürgerbeteiligung - wobei bei diesem Stichwort die Stuttgart-21-Gegner kräftig ihre Trillerpfeifen bemühten. Beifall erntete er indes für seine Haltung in der Flüchtlingsfrage. „Europa darf nicht an dieser Krise scheitern. Wenn wir in das Nationale zurückfallen, dann zahlen wir einen gigantisch hohen Preis dafür. Der Nationalismus hat nur Leid über die Völker gebracht und sonst nichts.“ Kretschmann warnte die Wähler davor, der rechtspopulistischen AfD ihre Stimme zu geben. „Misstrauen Sie allen Kräften, die diesen Weg gehen wollen.“ Seine Empfehlung lautete: „Wählen Sie uns, dann machen Sie nichts falsch, aber vieles richtig.“

Dass die Grünen gern mit der SPD weiterregieren wollen, zeigte sich am demonstrativen Schulterschluss Kretschmanns und seinem Vize Nils Schmid. Der Finanz- und Wirtschaftsminister (SPD) sagte auf der Kundgebung, die Fortsetzung von Grün-Rot sei zum Greifen nahe. „Kämpfen, kämpfen kämpfen“, rief er den Zuhörern zu.

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