Der VfB Stuttgart kann nicht nur den Treffer von Mario Gomez bejubeln, sondern auch den Aufstieg. Foto: Pressefoto Bauman/Alexander Keppler

Im letzten Spiel der Saison hat der VfB Stuttgart mit 1:3 gegen den SV Darmstadt 98 verloren. Doch die Niederlage ändert nichts daran, dass die Schwaben in die Bundesliga aufsteigen.

Stuttgart - Trotz der Niederlage mit 1:3 (1:1) gegen Darmstadt 98 kehrt der VfB Stuttgart nach einjähriger Abstinenz in die Bundesliga zurück.

Mario Gomez (42.) sorgte mit seinem Abschiedstor in Stürmermanier für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Das reichte jedoch nicht, weil Serdar Dursun (32.) mit seinem 16. Saisontreffer, Matthias Bader (53.) und Tobias Kempe (88.) im letzten Spiel von Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis erfolgreich waren. Darmstadt beendete die Partie nach der Gelb-Roten Karte gegen Victor Palsson (66.) nur mit zehn Mann.

Echte Zweifel am VfB-Aufstieg hatte es in den vergangenen Tagen nicht mehr gegeben. Zwar kassierte der Stuttgarter Traditionsklub in einer selten souveränen Saison immer wieder Rückschläge, vor dem 34. Spieltag hatte er sich mit drei Punkten und elf Toren Vorsprung auf Platz drei aber eine sehr komfortable Ausgangssituation erspielt.

Die Bühne gehörte größtenteils Gomez. Vor den Augen seiner ebenfalls im Stadion anwesenden Familie spielte Gomez so wie im Großteil seiner Karriere: Man nahm ihn kaum wahr, bis er dann plötzlich doch entscheidend in Erscheinung trat. Nach einer flachen Hereingabe von Silas Wamangituka grätschte er den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Tor. Anschließend ertönte im Stuttgarter Stadion sogar ein eigener Song für ihn, der ertönt, wenn man den sogenannten „Mario-Gomez-Button“ drückt.

Enttäuschende Vorstellung des VfB

Ansonsten bot der VfB eine enttäuschende Vorstellung. Nach einem Missverständnis zwischen Atakan Karazor und VfB-Torhüter Gregor Kobel hatte Dursun die Gäste mit einem Seitfallzieher in Führung geschossen. Vom VfB kam dagegen kaum etwas. Gleich dreimal hatte Nicolas Gonzalez (22./30./38.) versucht, auf Gomez querzulegen, dreimal ging es schief. Kurz darauf musste der Argentinier dann verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Der VfB machte kein Geheimnis daraus, dass es für ihn um nichts mehr ging. Die Schwaben spielten zahlreiche Querpässe und schienen mit den Gedanken schon bei ihrer abendlichen Aufstiegsparty zu sein. Darmstadts Trainer Dimitrios Grammozis gab dagegen an der Seitenlinie alles. Dass auch der 41-Jährige eine Art Abschiedsvorstellung gab, ging beim Gomez-Schlussakt ein wenig unter. Grammozis verlässt die Hessen und wird zur neuen Spielzeit durch Markus Anfang ersetzt.

Grammozis dirigierte seine Spieler vom Rand fast permanent. Als Palsson (66.) wegen Handspiels Gelb-Rot sah, beschwerte sich Grammozis derart lautstark, dass er von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus Gelb sah. Aber all das war wenige Minuten später schon wieder so gut wie vergessen. Denn in der 82. Minute wurde Gomez unter dem Applaus der VfB-Verantwortlichen ausgewechselt. Anschließend erhielten die Schwaben eine weitere Quittung für ihre schwache Leistung: Kurz vor Schluss traf Kempe zum 3:1 für Darmstadt.

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