Der VfB-Trainer Sebastian Hoeneß blickt nach vorne. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Nach dem 2:1-Sieg gegen Vitesse Arnheim zeigt sich der VfB-Trainer mit dem sportlichen Stand zufrieden. Doch Sebastian Hoeneß beschäftigen auch andere Aspekte.

Drittes Testspiel, dritter Sieg: der VfB Stuttgart hat am Samstagabend die Begegnung mit Vitesse Arnheim mit 2:1 (1:0) gewonnen. Atakan Karazor (27.) und Juan Perea (78.) erzielten die Tore für den Fußball-Bundesligisten, der in Oberhaching die bessere Mannschaft stellte. Agiler und aggressiver war die Elf von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, der nach der Pause kräftig durchwechselte, um allen 23 Spielern Einsatzzeit zu gewähren.

Pluspunkte sammelte dabei Perea. Der Kolumbianer war im Grunde dritte Wahl, weil er erst nach Serhou Guirassy (erster Durchgang) und Luca Pfeiffer (zu Beginn des zweiten Abschnitts) auf das Feld durfte, aber dem Mittelstürmer gelang der Siegtreffer. Schwer war es nicht mehr, den Ball über die Linie zu drücken, nachdem Chris Führich und Wooyeong Jeong die Vorarbeit geleistet hatten – aber Perea sucht ja einen neuen Club und da gelten Tore als noch immer beste Argumente für einen Angreifer.

Der Trainer kritisiert einen Punkt

Ohne Zuschauer fand die Partie vor den Toren Münchens statt. Aus organisatorischen Gründen, da die Begegnung kurzfristig verlegt wurde – von Zell am See in Österreich nach Bayern. Grund: die vorzeitige Abreise der Stuttgarter am vergangenen Mittwoch aus dem Trainingslager in Neukirchen am Großvenediger. „Diese Entscheidung war für uns nach den starken Regenfällen und der Unbespielbarkeit der Plätze alternativlos“, sagt Hoeneß, „jetzt haben wir aus dieser Trainingswoche noch das Beste gemacht.“

Der Coach setzte zwei Schwerpunkte: die spielerischen Inhalte, die während der Woche erarbeitet wurden, und die Athletik. „Die Jungs hatten ganz schön was in den Beinen, haben aber intensiv gespielt“, sagt Hoeneß, der seine Erwartungen erfüllt sah. Mit einer Ausnahme: „Im letzten Drittel waren wir nicht präzise genug.“ Nach dem Ausgleich durch Million Manhoef (46.) brauchte der VfB einige Anläufe, ehe der Erfolg gegen den Tabellenzehnten der niederländischen Ehrendivision aus der Vorsaison feststand.

Nach den Siegen in den Freundschaftsspielen gegen eine Hohenlohe-Auswahl (3:0) und den Oberligisten SSV Reutlingen (4:0) zeigt sich Hoeneß somit zur Vorbereitungshalbzeit zufrieden. „Auf dem Bisherigen können wir aufbauen“, sagt der 41-Jährige, der darüber nachdenkt, ein Kurztrainingslager bis zum Pflichtspielstart am 12. August gegen die TSG Balingen im DFB-Pokal einzuschieben. Um das Team abseits des Platzes weiter zusammenwachsen zu lassen.

So geht es für den VfB weiter

Der Zeitplan ist jedoch eng, und Hoeneß gewährt auch Erholung. Über Nacht blieben die Stuttgarter nach dem Spiel gegen Vitesse im Bayerischen. Danach gibt es zwei freie Tage, ehe es am Dienstag um 10 Uhr mit einer öffentlichen Trainingseinheit weitergeht. Nur die später dazugestoßenen Nationalspieler müssen ihr individuell abgestimmtes Programm dazwischen abspulen. Und es wird nach dem Knie von Lilian Egloff geschaut. Der Mittelfeldspieler hat sich verletzt. Wie schwer, war zunächst nicht klar.