Foto: Symbolbild: dpa

Ein Stuttgarter Abschleppunternehmer hat Autos weggebracht - nur dass es sich dabei gar nicht um Falschparker handelte. Mit der Tour hat er 57 Kunden abgezockt.

Stuttgart (dpa)Mit vorgetäuschten Aufträgen soll ein Abschleppunternehmer seine Mitarbeiter angewiesen haben, Autos vermeintlicher Falschparker wegbringen zu lassen - nun wurde Anklage gegen den Mann erhoben. Mit seiner Masche habe der Geschäftsführer der Stuttgarter Firma 57 Menschen um ungefähr 14.500 Euro betrogen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Sie wirft ihm Erpressung und Betrug vor. Die entsprechenden Fahrzeuge standen auf Privatgrundstücken. Der Angeschuldigte soll seinen Mitarbeitern vorgegaukelt haben, dass ihn die Eigentümer beauftragt hätten. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Stuttgarter Zeitung" über den Fall berichtet.

Die Fahrzeuge wurden von Januar 2017 bis Januar 2018 auf das Firmengelände in Stuttgart gebracht und erst nach Bezahlung der Abschleppkosten wieder herausgegeben. Zwei Menschen weigerten sich laut Staatsanwaltschaft standhaft, das Geld zu zahlen - sie bekamen ihre Autos schließlich zurück.

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