Cornelius Meister (am Pult), das Staatsorchester und Schorsch Kamerun in Aktion Foto: Martin Sigmund

Es ist nicht nur ein Konzert zur Spielzeiteröffnung. Es ist ein politisches Statement. In „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ finden Rap und Robert Schumann, Beat und Beethoven zusammen – dank Max Herre, Schorsch Kamerun, Joy Denalane, Cornelius Meister und dem Staatsorchester.

Stuttgart - Es ist nicht perfekt. Aber es ist der vielleicht anrührendste Moment des sehr besonderen Abends, mit dem die Staatsoper Stuttgart am Donnerstag in die Spielzeit 2020/21 startet. „Mitten im Schimmer der spiegelnden Wellen / gleitet, wie Schwäne, der wankende Kahn“: Joy Denalane gibt Schuberts „Auf dem Wasser zu singen“ mit fast schüchtern zurückgenommener Stimme, begleitet von einem Streichquartett des Staatsorchesters. Die Soul-Diva, deren mächtige Stimme sonst mühelos große Konzertsäle füllt, gibt das Lied ganz leise, ganz intim; mit ihren Händen, die sonst zu emphatischen Gesten neigen, stützt sie sanft das wogende Auf und Ab der schnellen Sechzehntel. Nicht jedes von ihnen trifft sie so, wie es eine gute klassische Sängerin täte. Aber das spielt überhaupt keine Rolle.

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