17.3.2017 Im Komma wurde zugunsten des Vier Peh getanzt und gefeiert.

 Foto: Hauenschild - Hauenschild

Von Thomas Krytzner
Keine zwei Stunden hat es gedauert, bis die ersten Bands fürs Benefizkonzert zugunsten des Vier Peh zusagten. Helmut Kristmann freut sich: „Die Initialzündung hatten Manfred Jandt und ich vor dem Jahreswechsel.“ Die bei den Organisatoren schlugen damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen verhalfen sie dem Vier Peh zu einem Benefizkonzert im Komma und zum anderen boten sie sechs Bands Gelegenheit für einen Auftritt vor großem Publikum.
Das Konzept ging auf: Die Stimmung im Komma war am Freitagabend sehr gut. Die Bands Fasten Seatbelts, A Cup of T, Memo, Paun Creed, Rryff und The Buckets rissen mit ihren Songs das Publikum mit. Das ließ sich zu Beginn zwar noch Zeit mit dem Besuch im Komma, aber je später der Abend, umso voller wurde es. Zugunsten des Vier Peh ging die Post ab. Zum einen bebte der große Saal unter rockigem Sound, aber auch leise Töne wie etwa „Utopia“ von Memo kamen gut an.
Das musikalische Spektrum reichte von Rockmusik über Folksongs bis hin zum Punkrock. „Wir haben uns mit der Auswahl schwer getan“, stöhnt Helmut Kristmann. Auf den Aufruf der Organisatoren hatten sich mehr als 20 Bands gemeldet. „Es tat uns leid, dass wir einigen absagen mussten. Wir schauen jetzt erst einmal, wie das erste Benefizkonzert läuft, dann planen wir weiter.“
Uli Kopp, die Pächterin der Kultgaststätte an der Flandernstraße beschreibt die Sache so: „Es ist ein mutiges Konzept, aus einer Laune heraus.“ Kaum sei die Idee für eine Benefizveranstaltung ausgesprochen gewesen, hätten alle mithelfen wollen – allen voran die Ideengeber und Musiker Manfred Jandt und Helmut Kristmann. Auch Micha Schauer, der erste Vorsitzende des Fördervereins des Vier Peh, war Feuer und Flamme für die Idee. Seit dem Start der Organisation waren es insgesamt etwa 30 ehrenamtliche Helfer, die an der Realisierung des Benefizkonzerts arbeiteten. Dass im Vier Peh Renovierungen nötig sind, zeigte sich gleich zu Anfang des Jahres. „Da fiel auf einmal die Heizung aus“, klagt Uli Kopp. Daraus ergeben sich Kosten, die nicht geplant waren. Aber auch sonst gibt es viel zu tun. „An erster Stelle wollen wir den Parkplatz am Vier Peh sanieren. Die Schlaglöcher müssen aufgefüllt werden“, sagt die Pächterin. Das Vier Peh solle aber den jetzigen Charakter beibehalten.
Kopp freut sich vor allem über den Zusammenhalt. „Da fanden sich viele Menschen zusammen, um einfach zu helfen, damit das Vier Peh mindestens die nächsten fünf Jahre bestehen kann.“ Und die Organisatoren zählten die Stunden nicht, in denen sie für das Benefizkonzert arbeiteten. „Das waren viele, viele Stunden. Doch als es mal lief, war Micha Schauer die zentrale Stelle und konnte koordinieren“, sagt Helmut Kristmann.
Doch mit einer Veranstaltung ist es nicht getan. „Es geht weiter“, verspricht Uli Kopp. „Am 1. April gibt es ein weiteres Benefizkonzert, direkt im Vier Peh. Da treten Heinz und die Bembel auf.“ Uli Kopp bleibt auch darüber hinaus rührig. Am 21. April veranstaltet sie im „The Paris“ auf dem Bosch-Areal in Stuttgart eine Prince-Memorial-Party zum Jahrestag von dessen Tod. Besonders freut sie sich auf den traditionellen Flohmarkt in der Flandernstraße am 1. Mai. Ansonsten zähle das Vier Peh weiter auf die Unterstützung aus der Bevölkerung, damit die Kneipe eine Heimat für Musiker und Gäste bleiben kann.

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