Sebastian Weingarten, der Intendant des Renitenztheaters, fordert eine „ausreichende Übergangszeit“ bei der Umstellung der Schnelltests auf die PCR-Tests. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Die neue Corona-Verordnung übt Druck auf Ungeimpfte aus. Stuttgarter Veranstalter begrüßen dies – und kritisieren eine „erneute Bestrafung“. Für die Kultur wird über PCR-Tests diskutiert, in der Gastronomie reichen Schnelltests. Noch ist das letzte Wort aber nicht gesprochen.

Stuttgart - Timo Steinhauer, der Chef des Friedrichsbau Varietés, gehört zu denen, die unermüdlich fürs Impfen werben. „Safety first war für uns immer das erste Gebot“, sagt er. Nur wenn der Druck auf die Nichtgeimpften steige, könne sich was ändern. Doch die neue Corona-Verordnung des Landes, die bereits am Montag in Kraft tritt, sei ein „Schnellschuss“ und eine „Katastrophe in dieser Kurzfristigkeit“, kritisiert der Theaterdirektor. Schließlich müssten ungeimpfte Besucher die PCR-Tests, die nur für die Kultur, nicht aber für die Gastronomie verlangt werden, selbst bezahlen. „Wenn man zu dem Ticketpreis von 39 Euro noch 40 Euro für den PCR-Test hinblättern muss, verlieren wir viele Zuschauer“, befürchtet er, „da hilft es auch nicht, dass wir die Bude voll machen dürfen – es kommen trotzdem weniger Leute.“

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