Der Sicherheitsdienst sorgt für Ordnung beim Baden am Aileswasensee (Archivbild). Foto: AFP/THOMAS KIENZLE

Viele Menschen haben am Wochenende die Badeseen im Land angesteuert. Das erwartete Chaos blieb zwar aus, aber es kam auch zu Zwischenfällen – etwa im Falle eines uneinsichtigen Stuttgarters am Aileswasensee.

Stuttgart - Vor dem Temperatursturz am Sonntag haben Tausende am Wochenende erneut bei hochsommerlichen Temperaturen die Badeseen und Freibäder angesteuert. Nicht immer blieb es dabei friedlich: Weil die Besuchsobergrenze am Aileswasensee in Neckartailfingen (Kreis Esslingen) erreicht war, ist ein Mann aus Stuttgart ausgerastet. Bereits gegen 10 Uhr morgens zählten Sicherheitskräfte am Samstag die zugelassenen 1000 Badegäste in dem abgesperrten Bereich des Badesees, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Einem uneinsichtigen Stuttgarter missfiel das: Kurz vor 12 Uhr geriet der Badegast in einen Streit mit den von der Gemeinde beauftragten Sicherheitsdienstmitarbeitern. Der 46-Jährige schrie laut um sich und versuchte, mit einem 22-jährigen anderen Stuttgarter die weiteren Badegäste gegen die Sicherheitsdienstmitarbeiter aufzustacheln. Die Polizei erteilte den Männern einen Platzverweis.

Gerangel mit dem Sicherheitsdienst

Es war nicht der einzige Vorfall an dem Badesee: Gegen 14 Uhr stellten die Sicherheitsdienstmitarbeiter drei Männer fest, die den Zaun überstiegen und sich somit unberechtigt Zutritt zum Aileswasensee verschafften. Bis die Polizei eingetroffen war, kam es zwischen den Uneinsichtigen und den Sicherheitsdienstmitarbeitern zu einem Gerangel. Die Beamten ermitteln nun gegen die 23, 24 und 26 Jahre alten Männer aus Wendlingen wegen Hausfriedensbruchs und setzten Platzverweise durch.

Gegen 18.30 Uhr zeigten sich drei weitere junge Männer, die wegen der aktuellen Regelungen vom Sicherheitsdienst nicht mehr eingelassen wurden, verständnislos und wollten zunächst nicht gehen. Als die Polizei eintraf, verließen sie dann schließlich freiwillig den Zugang.

Sommerhitze treibt Menschen an die Badeseen

Bei der Sommerhitze hatten zahlreiche Gemeinden am Wochenende einen Ansturm von Besuchern erwartet. Das befürchtete Chaos blieb aber trotz Temperaturen von bis zu 37 Grad Celsius aus. An vielen Badestellen herrschte zwar Betrieb, allerdings hatten die Behörden in den vergangenen Tagen immer wieder vor einer Überfüllung gewarnt, Kontrollen verstärkt und einige Zugänge zu den Seen gesperrt.

Badende haben in diesem Sommer nur wenige Alternativen. Wegen der Corona-Pandemie bleiben viele Freibäder geschlossen - oder sie lassen nur eine beschränkte Zahl von Besuchern ins Becken. Deshalb waren in den vergangenen Tagen bei schönstem Sommerwetter immer wieder Tausende an die Badeseen gekommen - von Abstand und Masken konnte da oft keine Rede mehr sein.

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