Frank Nopper hat sein starkes Ergebnis aus dem ersten OB-Wahlgang am Sonntag noch gesteigert. Insgesamt hat Marian Schreier aber die meisten Stimmen dazugewonnen, wie unsere Analyse zeigt. Wie schwarz ist die politische Landkarte jetzt?
Stuttgart - Frank Nopper hat die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gewonnen. Das ist das wichtigste Ergebnis nach dem zweiten Wahlgang zur Stuttgarter Oberbürgermeisterwahl vom Sonntag. Spannend ist aber auch die Analyse: wer hat wie viel dazugewonnen – und in welchem Stadtbezirk?
In diesem Beitrag analysieren wir das vorläufige amtliche Endergebnis im Vergleich zum ersten Wahlgang. Außerdem zeichnen wir eine politische Landkarte der Stadt.
Wer hat wie viel dazugewonnen?
Marian Schreier hat die größten Zugewinne aller drei relevanten Kandidaten im zweiten Wahlgang holen können. Frank Nopper konnte auch wegen des starken Ergebnisses im ersten Wahlgang nicht so stark zulegen – allerdings deutlich mehr als Hannes Rockenbauch, dessen Stimmenplus fast durchweg unter fünf Prozent lag.
Hier zeigen wir die Zugewinne beim Stimmenanteil für alle drei Kandidaten:
Die politische Landkarte Stuttgarts
Für den Wahlsieger Frank Nopper verstärkt der zweite Wahlgang die Erkenntnis, dass er seine Unterstützer vor allem in den Außenbezirken hat. Das wird besonders klar, wenn man die Stimmanteile auf einer Karte mit den 23 Stadtbezirken zeigt:
Marian Schreier wiederum konnte vor allem in der Innenstadt punkten. Entlang des Neckars und in den nördlichen Stadtbezirken holte er deutlich weniger Stimmenanteile:
Auch Hannes Rockenbauch hat seine stärksten Ergebnisse in der Innenstadt geholt. In den Außenbezirken holte er aber auf weitaus weniger Stimmenanteile als seine Konkurrenten. Vergleichsweise stark ist er in den großen Bezirken Vaihingen und Bad Cannstatt:
Eine weitere Analyse des Wahlergebnisses finden Sie hier, unsere Berichterstattung zur OB-Wahl haben wir hier versammelt.