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Optimales Laufwetter, entspannte Stimmung und tolle Leistungen auf allen Niveaus – der Lichtenwalder Laufevent schafft immer wieder den Spagat zwischen Familienveranstaltung und anspruchsvollem Marathon

LichtenwaldIm vergangenen Jahr liefen die beiden Erstplatzierten beim Lichtenwald-Marathon gemeinsam über die Ziellinie; Kay-Uwe Müller wurde damals als Zweiter gewertet. Gestern lag der Ultraläufer aus Schwäbisch Hall mit 2:49:34 Stunden klar auf Platz eins und hatte eine gute Viertelstunde Vorsprung vor dem Zweiten. Als erste Frau überquerte Sylvia Ellwanger vom VfL Winterbach die Ziellinie.

Optimales Laufwetter, entspannte Stimmung und tolle Leistungen auf allen Niveaus – der Lichtenwalder Laufevent schafft immer wieder den Spagat zwischen Familienveranstaltung und anspruchsvollem Marathon. Bei Temperaturen um 15 Grad waren die Bedingungen ideal, was vor allem die Marathonis auf der Strecke mit mehr als 600 Höhenmetern gut gebrauchen konnten. Zwei Mal führt die Strecke vom Schurwald ins Tal – durchs Reichenbach- und durchs Kirnbachtal – und wieder auf die Höhe.

Müller blieb mit seiner Zeit zwar rund drei Minuten unter der vom Vorjahr, war aber dennoch zufrieden, zumal er bereits am Vortag einen 10-Kilometer-Lauf mit persönlicher Bestzeit absolviert hatte. „Dafür lief es echt gut“, sagte er. Schon früh setzte er sich vom Feld ab und hatte dieses Mal keinen anderen Läufer neben sich, was vielleicht etwas auf Kosten der Zeit ging – aber dafür „stressfrei“ gewesen sei, so Müller. Eine Viertelstunde nach ihm folgte Michael Sommer von der EK Schwaikheim mit 3:04:54 Stunden im Ziel auf Rang zwei. „Dass der Kay-Uwe da vorne wegläuft, war ganz klar“, kommentierte der 54-jährige frühere Ultraläufer, dennoch glücklich mit seiner Zeit.

Sylvia Ellwanger vom VfL Winterbach kam als erste Frau mit 3:41:20 Stunden ins Ziel und verbesserte ihre Zeit deutlich gegenüber dem Vorjahr. Zwei Wochen nach einem Ultramarathon in Kapstadt sah sie den einzigen Marathon im Kreis Esslingen eher als ansprechenden Trainingslauf vor der Haustür: „Die Strecke ist sehr schön, landschaftlich toll.“

Mit dabei waren gestern auch zwei Läufer, die zum 17. Mal beim Lichtenwalder Laufevent starteten: Der Winterbacher Rolf Schwarz beim Halbmarathon und Ewald Richter vom TSV Denkendorf, 78 Jahre alt, auf der 10-Kilometer-Strecke.

Die Teilnehmerzahlen erreichten einen neuen Rekord. Mit 115 Marathonläufern waren es etwa gleich viel wie im Vorjahr, beim Halbmarathon dagegen mit 350 Teilnehmern rund 20 Prozent mehr, und auch der 10-Kilometer-Lauf verzeichnete mehr Starter als je zuvor. Mit acht verschiedenen Strecken deckt der Laufevent, vom Nordic Walking über Bambini-, Schüler- und Fitnesslauf bis hin zu den Langstrecken alles ab, insgesamt waren es 1350 Teilnehmer. Langsam komme man mit der Größe der Veranstaltung allerdings an die Grenze, sagte der Vorsitzende des Turn- und Sportvereins, Armin Storz, der zusammen mit Leichtathletik-Abteilungsleiter Karlheinz Dravec die Hauptorganisation in Händen hat. Trotzdem hat das Orga-Team schon ein neues Projekt im Auge: Nächstes Jahr soll auch ein Ultra-Marathon mit 59 Kilometern Länge stattfinden. Die Strecke habe man schon ausgetüftelt, so Storz.

Mehr als 300 Ehrenamtliche sorgten dafür, dass alles reibungslos lief. Zu kämpfen habe man nur damit, so Storz, dass die Polizei solche Veranstaltungen nicht mehr unterstützen dürfe und deshalb großräumige Umleitungen und Straßensperrungen verlangt würden: „Das kostet uns viereinhalbtausend Euro.“

Ergebnisse unter www.myraceresult.de und www.liwalauf.tsv-lichtenwald.de

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