Ein Bild der Verwüstung Foto: SDMG/Kohls - SDMG/Kohls

Auf dem Betriebsgelände von Truck Store in Köngen sind in der Nacht zum Mittwoch fünf Sattelschlepper völlig ausgebrannt. Die Unglücksursache ist noch unklar.

KöngenEin verheerendes Feuer hat in der Nacht zum Mittwoch im Gewerbegebiet Wert in Köngen immensen Schaden angerichtet. Auf dem Gelände von Truck Store, einem großen Verkaufszentrum für gebrauchte Lkw und Nutzfahrzeuge der Daimler AG, brannten fünf Sattelzug-Maschinen vollkommen aus. Verletzt wurde niemand. Über die Ursache des Unglücks in der Wertstraße kann bisher nur spekuliert werden. Spezialisten der Kriminalpolizei ermitteln.

Von einer Brandstiftung sei bislang nicht auszugehen. „Dafür gibt es keine Hinweise“, sagt Christian Wörner, Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen. Die Untersuchungen der Kriminaltechniker laufen. Gegen 0.30 Uhr hatte ein Anwohner die Polizei alarmiert: Auf dem Gelände von Truck Store sei offenbar ein Feuer ausgebrochen, er habe große Rauchschwaden am Himmel entdeckt.

Wenig später waren 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Köngen, Wendlingen und Nürtingen mit sieben Fahrzeugen – darunter eine Drehleiter – an der Brandstelle. Aufgrund des raschen Eingreifens habe man das Feuer schnell löschen können, berichtet Carsten Zander, der Sprecher der Kreisfeuerwehr. Dennoch konnten die Einsatzkräfte nicht verhindern, dass die Zugmaschinen vom Feuer völlig zerstört wurden. Wie bei solchen Einsätzen üblich, habe man zum Löschen ein Wasser-Schaum-Gemisch verwendet, erklärt Zander. Zunächst war in Radio-Meldungen von Explosionen die Rede. Das sei bei solchen Unglücken ganz normal, so Feuerwehrsprecher Zander. „Da explodieren Reifen oder auch Druckluftbehälter.“ Von den Dieseltanks der Lastwagen gehe aber keine große Gefahr aus. „Die explodieren in der Regel nicht.“ Durch die enorme Hitzeentwicklung wurde außerdem ein in der Nähe geparkter Mercedes-Pkw beschädigt.

Keine Gefahr für Anwohner

Die genaue Höhe des Schadens lässt sich nach Angaben von Polizeisprecher Wörner im Augenblick noch nicht beziffern. Er spricht deshalb von „mehreren hunderttausend Euro“. Auch Daimler hält sich bei der Einschätzung des Schadens bislang zurück und verweist auf die laufenden Ermittlungen. Da sich in unmittelbarer Nähe auch keine Wohnbebauung befindet, habe keine Gefahr für Anwohner bestanden, so Polizeisprecher Wörner. Beim Automobil-Konzern ist man froh, dass die Feuerwehr so schnell geholfen hat und die Flammen nicht weiter um sich gegriffen haben. Zum Glück seien nur fünf Fahrzeuge betroffen gewesen, so Sprecherin Uta Leitner. Nicht auszudenken, wenn sich das Feuer auf den gesamten Betriebshof ausgebreitet hätte. Wie viele Lastwagen sich auf dem weiträumigen Gelände von Truck Store nahe der Bundesstraße 313 befinden, konnte Leitner auf EZ-Nachfrage nicht sagen. Auf der Homepage des Daimler-Standorts ist von 514 Fahrzeugen die Rede.

Trotz des Brandunglücks lief er Betrieb des Truck Stores am Mittwoch weiter. „Mit gewissen Einschränkungen“, wie Leitner berichtet. Aber das habe man professionell gelöst.

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