Für mobile Blitzanlagen gelten Ausnahmeregelungen (Symbolbild). Foto: dpa/Bernd Thissen

In Bielefeld stellt die Polizei einen kuriosen Strafzettel aus – das Knöllchen geht an einen vermeintlich falsch geparkten Blitzer. Wenig später rudern die Beamten zurück.

Bielefeld - Die Polizei hat einem vermeintlich falsch parkenden mobilen Blitzer in Bielefeld ein Knöllchen verpasst - und musste wenig später zurückrudern. „Es gilt wohl eine Ausnahmeregelung“, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Das Ordnungsamt hatte das in der Stadt als „Guntram“ bekannte mobile Radargerät auf einem Anhänger in einem Wohngebiet am Straßenrand wenige Meter an einer Einmündung platziert - entgegen der Fahrtrichtung. Weil aus seiner Sicht das Fahrzeug ordnungswidrig abgestellt war, stellte ein Polizeibeamter daher einen Strafzettel aus, wie ein Polizeisprecher am Montag sagte.

Ausnahmeregelungen für mobile Blitzer

Später habe sich jedoch herausgestellt, dass für die mobilen Blitzanlagen Ausnahmeregelungen gelten. „Wir werden die Sache nicht weiter verfolgen. Das Verfahren wird eingestellt“, sagte der Polizeisprecher. Der Standort sei ordnungsgemäß - entsprechend ordnungsgemäß seien auch die dort gemessenen Geschwindigkeitsverstöße, betonte er.

Was genau den Kollegen bewogen habe, ein Verwarngeld von 15 Euro auszustellen und ob er die Ausnahmeregelungen kannte, sei noch unklar. Die „Neue Westfälische“ hatte zuvor berichtet.

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