Wo Schüler früher die harte Schulbank drückten, gibt es heute viel zu sehen: Gisela Mühleisen und Gretel Wechsler kümmern sich mit einem Team um die „Heimatstube“ in Liebersbronn. Foto: Roberto Bulgrin

Nicht hochwissenschaftlich, aber hochinteressant. Die Heimatstube im alten Schulhaus in Liebersbronn ist ein Schatzkästchen, das zu Entdeckungsreisen und optischen Ausflügen einlädt. Zur Geschichte gibt es Geschichten und Histörchen über die Exponate. Heimatgeschichte mit Charme.

Esslingen - Manche sind spindeldürr wie ein Faden. Andere fingerdick. Nein. So ging’s nicht. Der Stolz der selbstbewussten schwäbischen Hausfrau waren gleichmäßig aussehende Spätzle. Jede einzelne Teigware wie aus dem Ei gepellt. Jede so wohlgeformt wie die andere. Jede eine Geschmacksexplosion. Und jede echte Handarbeit. Mit dem Spätzlesbrett hergestellt. Das musste so häufig für die Produktion des schwäbischen Nationalgerichtes herhalten, dass es mit der Zeit recht lädiert aussehen konnte. Der Beweis: das Spätzlesbrett in der „Heimatstube“ im Gehren 3/1 in Liebersbronn. In dem prangt ein großes Loch: „Es war 1950 ein Hochzeitsgeschenk. Aber 50 Jahre Spätzle machen haben ihre Gebrauchsspuren hinterlassen“, erläutert Gretel Wechsler vom Förderverein. Es sind diese kleinen Dinge, die liebevollen Details, die Geschichten und Histörchen, die sich oft erst auf den zweiten oder dritten Blick offenbaren, die dem kleinen Museum im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Schulgebäudes seinen Charme verleihen. 1983 wurde es anlässlich des dritten Stadtteilfestes eingeweiht.

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