Im Flutlicht-Spitzenspiel im vergangenen Oktober gewann der TSV Deizisau mit Top-Torschütze Kevin Siekermann (rechts) gegen den TSV Köngen mit Nico Hummel (Mitte) mit 4:1. Beide Teams sind weiter oben dabei. Foto: Rudel - Rudel

Die Köngener starten somit mit 39 Punkten und sieben Zählern Rückstand auf Tabellenführer FC Frickenhausen ins Fußballjahr 2019.

KöngenDie Winterpause ist vorbei und im Fußball-Bezirk rollt ab Sonntag wieder der Ball. Die Wintervorbereitung war für alle Vereine auch der Bezirksliga wieder eine Herausforderung. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse gab es viele krankheitsbedingte Ausfälle und auch Belegungspläne für Kunstrasen und Halle galt es zu koordinieren. Das ändert aber nichts an der Motivation der Mannschaften sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Kampf gegen den Abstieg.

Der T SV Köngen hat am Grünen Tisch drei Punkte und drei Tore vom Spielabbruch in Frickenhausen Anfang Dezember zugesprochen bekommen und startet somit mit 39 Punkten und auf Tabellenplatz zwei ins Fußballjahr 2019. Der 1. FC Frickenhausen, der 46 Zähler auf dem Konto hat, ist mit seinem Einspruch gescheitert. Dies wurde gestern am späten Abend von Bezirksspielleiter Johannes Veit bestätigt. Die Köngener haben somit sieben Zähler Rückstand auf den Tabellenführer aus Frickenhausen. Laut Köngens Spielleiter Joachim Dienelt sind die Frickenhausener auch verdient Erster, aber der TSV will unbedingt „oben dran bleiben“. Bisher ist Dienelt „hoch zufrieden“ mit dem Verlauf der Runde sowie dem neuen Trainergespann Daniel und Julien Rieker und der Mannschaft insgesamt. Zudem erwartet er von dem jungen Neuzugang aus Kanada, Erik Luther Edwardson, eine Verstärkung für die Offensive. Das erste Spiel beim 13. SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang werde aber kein Selbstläufer, da die SGEH besser sei, als es der Tabellenplatz aussagt.

Der TSV Deizisau steht mit 38 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz, hat acht Punkte Rückstand auf die Spitze, einen Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz und wittert weiterhin die Chance auf den Aufstieg. „Wir haben in der bisherigen Runde verdient die Punkte geholt, haben gut gespielt und wollen weiter oben mitspielen, schauen aber von Spiel zu Spiel“, meint Deizisaus Trainer Thomas Gentner. Zwar gab es während der Vorbereitung ständig Ausfälle von erkrankten Spielern, aber bis zum ersten Auftritt beim FC Rechberghausen werden bis auf den Langzeitverletzten Julian Hesse und Simon Ruoff, der erneut einen Muskelfaserriss erlitten hat, alle wieder an Bord sein. Außer Nils Müller, der nach Lichtenwald wechselte, gibt es keine Veränderungen im Kader der Deizisauer, die sich für den weiteren Verlauf der Runde gut vorbereitet fühlen.

Im sicheren Mittelfeld auf Platz sieben befindet sich der TV Nellingen. Trainer Thomas Stumpp ist mit dem bisherigen Verlauf „sehr zufrieden. Wir gehen mit großem Selbstvertrauen in die weiteren Spiele“. Aber die Liga sei so ausgeglichen, dass man mit einer schlechten Phase schnell in den Abstiegsstrudel geraten könne, warnt Stumpp. Die Vorbereitung sei gut gewesen und so wollen die Nellinger mit der derzeit drittbesten Abwehr der Liga die gute Vorrunde bestätigen. Beim TVN sind alle Spieler fit für das erste Spiel beim Tabellennachbarn FV Neuhausen, das auf Wunsch des FVN auf den 14. März verlegt wurde. Im Hinspiel gab es eine 0:2-Heimniederlage für die Nellinger, weshalb die Mannschaft auf „Wiedergutmachung“ aus ist, wie der Trainer ankündigt.

Beim FV Neuhausen freut sich Spielleiter Timo Samel bereits auf die kommenden Aufgaben: „Wir hatten im vergangenen Jahr einen guten Lauf und wollen an diese Leistungen anknüpfen. Ziel für den Rest der Runde ist es, unter die Top fünf zu kommen.“ Die Planungen für die neue Saison laufen derweil bereits auf Hochtouren: „Wir planen mit unserem Trainer Erol Türkoglu bereits für die kommende Saison und haben auch schon einige Neuzugänge für den Sommer verpflichtet. Leider waren die Transfers im Winter nicht realisierbar.“ Die Neuhausener stehen mit 27 Zählern auf Platz acht, haben acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und ein Spiel weniger als einige der direkten Konkurrenten.

Auch der TSV Denkendorf mit Trainer Thorsten Schöllkopf sieht „spannende Spiele“ vor sich und „eine ausgeglichene Liga, in der viele der Mannschaften gegen den Abstieg und die Relegation kämpfen müssen“. Die Denkendorfer stehen mit 17 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz. Zum Relegationsrang fehlen aber nur zwei Punkte. Schöllkopf: „Vieles in der Bezirksliga ist abhängig von der Tagesform. Unser Ziel ist es, nicht abzusteigen. Wir hatten in der Vorbereitung viele verletzte Spieler und sind trotzdem guter Dinge, zum Auftakt gegen Frickenhausen ein gutes Spiel zeigen zu können. Wir wollen einfach nur Punkte sammeln.“

Der TSV RSK Esslingen ist relativ weit abgeschlagen, der Vorletzte hat bereits 15 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die Rückkehr von Lutz Rath von einem Auslandssemester kann den Esslingern Hoffnung machen. Auch Maurice Regber kehrt nach langer Verletzungspause zurück. Die Rettung wird dennoch eine Mamutaufgabe, ist aber nicht unmöglich. Trainer Thomas Wastl jedenfalls gibt sich kämpferisch: „Ziel ist es natürlich den Klassenverbleib zu schaffen. Wir wollen wieder als Einheit auftreten und so viele Punkte wie möglich sammeln, um am Ende doch noch die Klasse zu halten.“

In der Spitzengruppe der Torjägerliste findet sich aus der Region nur Kevin Siekermann. Der Deizisauer erzielte bisher 14 Tore und will diese Bilanz freilich weiter ausbauen – um damit mitzuhelfen, dass seine Mannschaft ihre Ziele erreicht.

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