Torschütze Joshua Senne (Mitte) freut sich mit seinen Kameraden. Foto: Herbert Rudel - Herbert Rudel

Das Kombinationsspiel ist auf dem tiefen Rasen schwierig.

EsslingenDie SG Eintracht Sirnau setze sich im Kellerduell der Fußball-Kreisliga A, Staffel 1, mit 3:1 (1:0) gegen den TSV Deizisau II durch. Angesprochen auf die schwierigen Platzverhältnisse sagte der Deizisauer Trainer Jugoslav Lukic: „So etwas lasse ich als Ausrede nicht gelten, beide Mannschaften haben auf dem gleichen Rasen gespielt. Von mir aus können wir auch auf dem Parkplatz spielen.“ Eine Aussage, die guten Sportsgeist beweist.

Der Rasen in Sirnau war sehr tief und hoch, sodass ein sauberes Kombinationsspiel schwierig war. Dennoch versuchten beide Mannschaften ihr Bestes. Auch aufgrund der Platzverhältnisse war das Spiel sehr vom Kampf geprägt. Die Sirnauer nahmen den Kampf besser an und punkten nach nun fünf verlorenen Pflichtspielen in Serie wieder dreifach. „Nach der Negativspirale war der Sieg sehr wichtig und verdient. Die Jungs haben es gut gemacht und den Kampf von Beginn an angenommen“, resümierte der Sirnauer Trainer Gaetano Intemperante.

Tatsächlich kam Sirnau gut in die Partie und war von Beginn an bissig in den Zweikämpfen. Der quirlige Laurin Gschwendtner brachte die Eintracht in der 14. Minute in Führung. Auch Deizisau war durch lange Bälle einige Male gefährlich, im Abschluss letztendlich aber zu harmlos. In der 50. Minute traf wieder Gschwendtner zum 2:0 für Sirnau. Nur fünf Minuten später keimte für Deizisau Hoffnung auf, nachdem Daniel Riela nach einem Freistoß die Kopfballverlängerung im Sirnauer Tor untergebracht hatte.

Die Hausherren ließen sich davon nur kurz beeindrucken und spielten weiter zielstrebig nach vorne. In der 77. Minute schob schließlich Joshua Senne nach einem sehenswerten Konter und Zuspiel von Marcus Epple ins leere Tor ein. Die Erleichterung der Sirnauer Spieler war spürbar und der Heimsieg mit dem Treffer zum 3:1 perfekt. „Ich kann meinen Jungs heute eigentlich keinen Vorwurf machen. Sirnau war einfach etwas cleverer“, sagte der Deizisauer Trainer Lukic. „Wir haben viele junge Spieler, mit denen wir Dinge immer wieder aufs Neue aufarbeiten müssen. Wir freuen uns, wenn Felix Luz ab nächster Woche wieder dabei ist und den Laden mit organisiert.“ Deizisau bleibt bei zehn Punkten und klettert dank der hohen Niederlage des TSV Wernau sogar einen Platz nach oben. Sirnau steht auf Platz acht und hat nun etwas Luft nach unten.

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