Nicht nur in der schuleigenen Schmiede wurde es warm ums Herz. Foto: Iris Koch - Iris Koch

Einblicke in die schuleigene Schmiede und den Schulgarten. Der Herbstmarkt der Esslinger Waldorfschule war wieder ein viel besuchtes vorweihnachtliches Highlight.

EsslingenDer Herbstmarkt an der Waldorfschule Esslingen gehört zu den vorweihnachtlichen Highlights in der Stadt. Am Samstag verwandelte sich wieder das ganze Schulgelände in ein herbstlich dekoriertes Wunderland. Kreatives Kunsthandwerk, frisch gebackenes Holzofenbrot oder Flammkuchen, fantasievolle Bastelangebote wie das Filzen oder eine Kranzbindestube, ein Bücherflohmarkt und vieles mehr lockten auch diesmal zahlreiche Besucherinnen und Besucher. „Die komplette Elternschaft organisiert den Herbstmarkt in Eigenregie“, betont Sonja Haffa, die im Herbstmarktkreis für Öffentlichkeitsarbeit und Organisation zuständig ist. „Anders wäre das Ganze nicht zu stemmen“.

Zur Waldorf-Pädagogik gehört auch die Betreuung des Schulgartens. Für die Idee, die Schüler für den traditionellen Streuobst-Anbau zu sensibilisieren und Bäume zu pflanzen, erhielt die Waldorfschule beim Wettbewerb der Sparda-Bank einen mit 2000 Euro dotierten 25. Platz. Den Scheck übergab Christian König von der Sparda-Bank bei der Eröffnung des Herbstmarktes an Sonja Haffa. Die Bäume seien im Rahmen einer gemeinschaftlichen Aktion bereits gepflanzt worden, berichtete der Vorstand des Waldorfschulvereins Martin Dinkel. Man habe „alte Esslinger Sorten“ wie etwa Gewürzluiken oder Freiherr von Berlepsch ausgewählt.

Einblick erhielt das Publikum auch in handwerkliche Aktivitäten, die zum Lehrplan gehören. In der bestens ausgestatteten Schmiede etwa konnte man beobachten, wie Schüler der Oberstufe vor prasselndem Feuer versiert den Hammer schwangen. Auf der angrenzenden Piazza bot sich die Qual der Wahl zwischen diversen kulinarischen Spezialitäten. Für die kleinen Besucher hatten die fleißigen Helferinnen und Helfer im Untergeschoss eine „Spielstraße“ der besonderen Art vorbereitet. Großer Andrang herrschte an der für Erwachsene nicht zugänglichen Kindermarktstraße. Für wenige Cent konnten Kinder Basteleien von größeren Schülerinnen und Schülern erstehen. Ebenfalls tabu für die Großen war das zauberhaft gestaltete „Zwergenreich“: Im Schummerlicht von Kristall-Lampen und Laternen durften die Kinder in dem mit Bäumen, Laub und Pilzen geschaffenen „Wald“ nach Edelsteinen suchen. Kaum weniger fantasievoll ging es im Obergeschoss zu: Angesichts der Vielzahl aus Filz gestalteter Figürchen fiel die Auswahl schwer. Für die Pause nach dem Rundgang bot sich das liebevoll gestylte Wiener Kaffehaus an. Der gesamte Erlös des Herbstfestes werde für Schulprojekte, Renovierungen oder Neuanschaffungen verwendet, betonte Sonja Haffa.

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