Beim jüngsten Versuch ging man leer aus: Nun versucht Stuttgart es erneut. Bei der Handball-WM der Männer 2027 will man Spielort werden.
Bei der EM in diesem Jahr wurde man düpiert, doch bei der Handball-WM 2027 der Männer will Stuttgart mit der Porsche-Arena dabei sein. Die Stadt bewirbt sich als Spielort. Wirtschaftsbürgermeister Thomas Fuhrmann bestätigte das am Freitag und machte die Bewerbung öffentlich. Bisher hat auch Hannover seinen Hut in den Ring geworfen. Beide Städte waren bei der Anfang des Jahres ausgetragenen EM außen vor, damals hatten die Partien in Düsseldorf, Mannheim, Berlin, München, Hamburg und Köln stattgefunden.
Stuttgart hatte damals ebenfalls Interesse bekundet, aber die Porsche-Arena mit ihren 6000 Zuschauern schien dem Deutschen Handball-Bund zu klein. Zudem wollte man mit dem Standort München die Handball-Diaspora Bayern bespielen. Was in Stuttgart für leichte Verstimmungen gesorgt hatte, schließlich hat man im TVB Stuttgart einen Männer-Bundesligisten in der Stadt und in Frisch Auf Göppingen einen in der näheren Umgebung zu bieten. Zudem wird seit dem Jahr 2018 das Final Four der Frauen in der Porsche-Arena ausgetragen.
Nun wagt man also einen neuen Anlauf und hofft, dass die Argumente dieses Mal überzeugen. Thomas Fuhrmann sagt: „Stuttgart bietet mit dem Neckarpark exzellente Bedingungen für viele Sportarten. Hier finden fast wöchentlich Spiele auf höchstem Niveau statt. Ich denke hier nicht nur an den VfB, sondern auch an den TVB Stuttgart und die Volleyballerinnen der Allianz MTV Stuttgart, die hier ihre Bundesliga-Spiele austragen.“ Man habe wie zuletzt mit der Turn-WM viele Erfahrungen mit internationalen Veranstaltungen gesammelt. Demnächst würden fünf Spiele der Fußball-EM in Stuttgart ausgetragen. „Diesen Schwung können wir nutzen, um vor einer tollen Kulisse Spielort für die Handball-Männer zu sein.“
Die Handball-WM 2027 wird im Januar 2027 mit 32 Mannschaften ausgetragen. Bei der jüngsten WM in Schweden und Polen im Jahre 2023 wurde in neun Hallen gespielt. Bei der EM 2024 waren 24 Mannschaften dabei. Mit acht Teams mehr werden zusätzliche Hallen benötigt – darauf setzt man Stuttgart.