Bei der BBC werden viele Stellen abgebaut. Foto: imago//Vuk Valcic

Gebührenzoff, Streit über die Ausrichtung: Auch die Mutter aller öffentlich-rechtlichen Sender steht unter Beschuss. Während in Deutschland über den RBB-Skandal debattiert wird, rechnet in Großbritannien eine ehemalige Anchorwoman mit ihrem Sender ab.

Das Dauerfeuer der Kritik durch rechte Medien und aus der konservativen Regierung sind die Verantwortlichen der BBC gewohnt. Am Mittwochabend aber bekam die berühmteste öffentlich-rechtliche Anstalt der Welt heftig Zunder von einem ihrer Ex-Stars: Allzu häufig gebe die Senderspitze der Kritik aus der Downing Street nach, meint Emily Maitlis, die vor ihrem Ausscheiden im Frühjahr jahrzehntelang führende BBC-Magazine moderiert hatte. Für die vermeintliche Ausgewogenheit sei neuerdings „ein aktiver Agent der konservativen Partei“ zuständig. Die 51-jährige Journalistin warnte ihren Ex-Arbeitgeber auch davor, beim Thema Brexit eine „kauernde Haltung“ einzunehmen: „Das wirkt wie eine Verschwörung gegen die Öffentlichkeit.“

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