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Die Bahamas sind eines der Traumreiseziele schlechthin für all jene, die sich ein karibisches Paradies als Urlaubsort wünschen. Wunderbare Strände, eine farbenprächtige Fauna und Flora, stets gutgelaunte Inselbewohner, beeindruckende Grotten, Unterwasserwelten, Riffe und Korallenbänke – und das alles in einem gehobenen Standard. Kein Wunder, dass mehr als die Hälfte der Bahamaner im Tourismusbereich arbeitet. Zwar ist die Anreise für Urlauber aus der ganzen Welt auch mit dem Flugzeug möglich, aber viel beliebter sind Kreuzfahrten mit dem Ziel Nassau, wie sie unter anderem vom Kreuzfahrtanbieter Royal Caribbean angeboten werden.

Was aber ist auf den mehr als 700 Inseln, von denen nur etwa 40 bewohnt sind, neben der traumhaften Lage sowie dem immer äußerst angenehmen Klima, noch außergewöhnlich? Was haben die Bahamas, was nur die Bahamas haben? Welche Kuriositäten, welche Besonderheiten und Ereignisse machen sie für Touristen noch einmal so attraktiv? Damit Sie nicht lange stöbern müssen, haben wir für Sie ein paar Fun Facts gesammelt, die die Schönheit der Insel mit ein paar eher unbekannten Attraktionen ergänzen.

Schwimmen mit Schweinen, tauchen mit Haien

22 Nationalparks gibt es auf den Bahamas, Naturschutz wird hier großgeschrieben – und die Tiere haben ja auch immerhin ca. 660 Inseln nur für sich alleine. So lieben Schildkröten die Inseln, weil sie hier perfekte Bedingungen finden, um ihre Eier abzulegen. Es gibt eine riesige Population des Flamingos und vor der Küste schwimmt neben Haien und diversen in allen Farben schillernden Fischen auch der Blaue Marlin. Flamingo und Marlin sind deshalb auch die beiden Nationaltiere der Inseln und werden ergänzt durch die Gelbe Trompetenblume, die Nationalpflanze.

Taucher lieben die Bahamas wegen der grandiosen Unterwasserwelt. Besonders beliebt sind die vielen sogenannten Blauen Löcher, von denen das bekannteste und tiefste das „Dean’s Blue Hole“ ist. Hier werden regelmäßig Tieftauchrekorde von Apnoetauchern aufgestellt, so zuletzt am 21. Juli durch den neuseeländischen Weltrekordhalter William Trubridge.

Wer es etwas gesitteter haben möchte und sich nicht in die blauen Löcher, Unterwasserhöhlen oder an die Riffe wagt, der schwimmt in der „Dolphin Cay“ mit Delfinen.  oder lässt sich auf das Exumas-Archipel übersetzen, wo „Schwimmen mit Schweinen“ am Pig Beach auf Big Major Cay möglich ist. Die wilden Schweine dort sind sehr zahm, freuen sich auf Mitbringsel wie Brot oder Früchte und sind ausgezeichnete Schwimmer, man könnte fast kalauern, dass es „wahre Meerschweine“ sind.     

Die Bahamas – vom Piraten- zum Urlauber-Paradies

Wie genau sie dort hingekommen sind, die Schwimmschweine, ist nicht ganz zu klären. Columbus, der am 12. Oktober 1492 auf der zu den Bahamas gehörenden Insel San Salvador gelandet war, kann es nicht gewesen sein.  Die populärste These ist die, dass Piraten sie dort aussetzten, um später zurückzukommen, und sich einen karibischen Schweinebraten zu genehmigen. Entweder vergas man die Schweine dann oder die Population war bereits zu groß geworden, jedenfalls sind sie jetzt echte Stars, bekannter noch als die „Baha Men“, die im Jahr 2000 in den Charts die Frage aufwarfen: „Who let the Dogs out?“

Aber zurück zu den Piraten, denn diese fühlten sich im 17. Jahrhundert auf den Bahamas schweinewohl. Hier gab es keine natürlichen Ressourcen, die für irgendeinen Staat von Interesse waren und so wurden die Inseln zu einem sicheren Hafen für Freibeuter aus der Karibik. Dem machte 1718 dann Woodes Rogers, selber ehemaliger Pirat, ein Ende. Vom englischen König mit dem Titel eines Gouverneurs ausgestattet, segelte er auf die Bahamas, vertrieb einen Großteil der Piraten und befriedete das vorher als Piratennest geschmähte Nassau.

James Bond, das Sklavenfest und Sebastian Bach

Später trieben sich auf den Bahamas nur einige James-Bond-Schurken herum. Stolze vier Mal waren die Bahamas Drehort für den Agenten ihrer Majestät, der Königin von England, die offizielles Staatsoberhaupt der Inseln ist. Einmal war der bekannteste Spion der Welt auch Gast des Junkanoo, eines wilden Straßenkarnevals durch die Straßen der Hauptstadt New Providence. Dieses Fest wird traditionell am 25./26 Januar gefeiert und war ursprünglich wahrscheinlich ein Fest für Sklaven, an dem sie für zwei Tage „Urlaub“ hatten und „frei“ feiern durften. Eigentlich ist Junkanoo aber eine Musik- bzw. Tanzform mit afrikanischen Wurzeln, wobei auch der Hard Rock oder Hair Metal eine seiner Wurzeln auf den Bahamas hat – schließlich stammt der ehemalige „Skid Row“-Shouter Sebastian Bach (ohne Johann-) aus Freeport.   

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