VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Foto: dpa/Tom Weller - dpa/Tom Weller

Der Bundesliga-Aufstieg ist das klare Ziel des VfB Stuttgart. Abschenken will Trainer Matarazzo das Pokal-Achtelfinale bei Bayer Leverkusen aber nicht.

Stuttgart (dpa/lsw)Pellegrino Matarazzo war sich selbst nicht ganz sicher, welche Bedeutung der DFB-Pokal für die Profis des VfB Stuttgart überhaupt hat. «Das werden wir morgen sehen», sagte der Trainer mit einem Schmunzeln vor dem Achtelfinale am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) bei Bayer 04 Leverkusen. Matarazzo weiß, dass die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga beim VfB über allem steht. Trotzdem sieht er die Auswärtsaufgabe beim Bundesliga-Fünften nicht als Störfaktor. «Wir wollen immer den maximalen Erfolg. Der Aufstieg ist klar festgelegt als Ziel, und wir wollen auch im Pokal eine Runde weiterkommen», betonte der US-Amerikaner.

Es ist vier Jahre her, dass die Schwaben das bislang letzte Mal im Viertelfinale des DFB-Pokals standen. Anfang Februar 2016 war dort nach einer 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund Schluss. Ein paar Monate später stieg der VfB dann in die 2. Liga ab, wo er jetzt wieder um den schnellstmöglichen Aufstieg kämpft. Die Partie in Leverkusen bezeichnete Sportdirektor Sven Mislintat daher als «Bonusspiel». Auch auf die mit einem Viertelfinal-Einzug verbundenen Einnahmen von mehr als einer Million Euro ist der finanzstarke VfB nicht angewiesen. «Wir fahren aber nicht hin, um uns zu ergeben», sagte Mislintat.

Überraschungen in der Startelf möglich

Es ist jedoch möglich, dass Matarazzo das Spiel zur Rotation nutzt. In der Innenverteidigung muss er ohnehin improvisieren, da nun auch Kapitän Marc Oliver Kempf wegen eines Kieferbruchs ausfällt. Möglicherweise spielt stattdessen U21-Nationalspieler Maxime Awoudja. Auch der Ex-Leverkusener Gonzalo Castro ist eine Option für die Startelf, in der ganz sicher Ersatztorhüter Fabian Bredlow für den leicht am Hüftbeuger verletzten Stammkeeper Gregor Kobel stehen wird. «Aber unabhängig der Probleme von Gregor hätte Fabian sowieso gespielt», sagte Matarazzo. Bredlow war auch schon in den bisherigen zwei Pokal-Partien zum Einsatz gekommen.

«Natürlich geht es immer um Belastungssteuerung, aber wir werden eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz haben und wollen unsere Chance nutzen gegen Leverkusen», sagte der 42-jährige Coach. Die Werkself charakterisierte Matarazzo als «sehr offensivstarke Mannschaft mit viel Speed nach vorne». Aber er machte auch die Schwächen des Teams von Trainer Peter Bosz aus. «Sie gehen schon gewisse Risiken ein im Defensivspiel.» Diese Lücken will der VfB nutzen und damit mutiger spielen als zuletzt beim FC St. Pauli (1:1). Dort sei es offensiv «nicht zufriedenstellend» gewesen, sagte Matarazzo. Leverkusen ist einen neue Chance: «Ich glaube, die Jungs freuen sich.»

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