Esslingen (daw) - Mit dem Verhältnis des Schriftstellers Lion Feuchtwanger zum Judentum beschäftigt sich Wilhelm von Sternburg am Sonntag in einem Vortrag im Theodor-Rothschild-Haus. Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren und studierte Geschichte, Philosophie sowie Deutsche Philologie. Besonders bedeutend und erfolgreich sind Lion Feuchtwangers historischen Romane, aber auch Stoffe mit Bezug auf die politische Lage vor und während der Nazi-Zeit. Eines seiner bekanntesten Werke ist „Jud Süß“, welches das Leben des Württembergischen Hofjuden Joseph Süß Oppenheimer als literarische Vorlage verwendet und den Autor über Nacht berühmt machte.

1933 musste Feuchtwanger Deutschland verlassen, ging zunächst nach Frankreich, wurde 1939 interniert, konnte aber von dort fliehen und gelangte dann nach den USA. Er starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles. Wilhelm von Sternburg, der auf Einladung des Vereins Freunde jüdischer Kultur nach Esslingen kommt, ist Autor einer bedeutenden Feuchtwanger-Biografie. Er war von 1989 bis 1993 Chefredakteur des Hessischen Rundfunks, nun ist er freier Schriftsteller, Publizist und Filmautor.

Der Vortrag beginnt am Sonntag, 26. Juni, um 18 Uhr und findet im Festsaal des Theodor-Rothschild-Hauses, Mülbergerstraße 146, statt.

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