Bürgermeister Thomas Matrohs wird von den Hexen abgeführt. Foto: Roberto Bulgrin

Narren stürmen den Sitz von Schneemann und Bürgermeister Thomas Matrohs. Er und die Gemeinderäte haben sich passend zum Motto „Frozen – Eiskalt in Deizisau“ verkleidet.

Köngen - Der Bürgermeister als Schneemann verkleidet und die acht Gemeinderäte, kostümiert als Rentiere, haben sich dem Motto angepasst. „Frozen – Eiskalt in Deizisau – zieht euch warm an“ heißt es an diesem „schmotzigen Donnerstag“ in der Ortsmitte. Die passende Musik zum Kinderfilm Frozen ertönt aus den Lautsprechern. Über eine Leiter und durch das Fenster klettern die Hexen der Narrenzunft Deizisau mit Glockengeläut ins Rathaus von Bürgermeister Thomas Matrohs. Dieser ist auf seinen 12. Rathaussturm mit anschließender Narrentaufe gut vorbereitet: „Habt ihr letztes Jahr verstanden? Hier im Rathaus habt ihr nicht zu landen“, ruft er den Hexen aus dem Fenster zu. Er gibt sich nicht so leicht geschlagen: „Ihr wollt im Rathaus Karriere machen? Habt ihr überhaupt eine Verwaltungslehre?“ Ein Gegenruf der Narren: „Du hosch koi Chance gega uns“. Und sie haben recht. Mitarbeiter des Bauhofs, die eigentlich das Rathaus beschützen sollen, können die rund 20 dunkel gekleideten und maskierten Hexen nicht mehr aufhalten. Matrohs und die Gemeinderäte werden als Gefangene nach Draußen geführt. Dort erwartet sie die große Narrenmenge: Kinder mit ihren Eltern, die Guggenmusik-Gruppe „Granada Fetza“, die Schlegler und Schendmärra – allesamt kostümiert.

Das Narrengericht

Die Bühne vor dem Rathaus wird mit blauem Scheinwerferlicht angestrahlt, Eislaternen und blaue Tücher dienen als Bühnenbild. Aneinandergereiht stehen Bürgermeister und Gemeinderäte vor ihrem Publikum. Es folgt das Narrengericht. „So kann das nicht weitergehen, wie ihr mit unseren Steuergeldern umgeht“, sagt eine Närrin. „Dr Kreisel isch fertig, was für a Glück. Wir geben unsere Gelder aus für solche verrosteten Kreisel.“Bürgermeister Matrohs antwortet: „Ich sehe mich der Anklage schuldig – aber wir haben kein Geld mehr.“ Gelächter aus der Menge. Das Narrengericht ist beendet. Die Spiele beginnen. Als Erstes essen eine Gemeinderätin und eine Närrin eine Karotte um die Wette. Der Narr gewinnt. Als Zweites steht Eiskegeln auf dem Programm. Der Narr gewinnt. Die Guggenmusik sorgt für ausgelassene Stimmung. Am Ende stehen vier Eimer, gefüllt mit Bonbons, bereit – der Schneemann wird damit beworfen.

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