Der Tucson – meistverkauftes Modell von 48 Volt zum Durchstartenin Deutschland. Foto: Hyundai - Hyundai

Der Hyundai Tucson feierte als kompaktes, 4,48 Meter langes SUV 2004 sein Debüt und ist seit 2015 in der dritten Generation, die jetzt ein Facelift bekommen hat, unterwegs.

EsslingenWas unterscheidet Modelle von Hyundai, von denen der meisten anderen Hersteller? Richtig: Die Aufpreisliste. Die ist bei Hyundai viel kürzer als bei der Konkurrenz. Das liegt daran, dass die Koreaner bereits die Basisversionen vernünftig ausstatten. Hinzu kommt die einzigartige 5-Jahres-Garantie ohne Kilometerbegrenzung. Fairerweise muss man aber sagen, dass Hyundai mit seinen Preisen mittlerweile an die Konkurrenz herangerückt ist. Dass das Preis-Leistungs-Verhältnis aber weiterhin okay ist, das lässt sich auch am neuen Verkaufsrekord ablesen: Mit rund 115 000 verkauften Fahrzeugen 2018 haben die Koreaner den Marktanteil hierzulande auf 3,34 Prozent geschraubt.

Der in Deutschland meistverkaufte Hyundai ist der Tucson. Das kompakte, 4,48 Meter lange SUV feierte 2004 sein Debüt und ist seit 2015 in der dritten Generation unterwegs. Bevor die vierte kommt (vermutlich 2022), wurde der Tucson kürzlich einem Facelift unterzogen – äußerlich erkenntlich am neuen Kaskadengrill und der neuen Lichtsignatur mit Voll-LED-Scheinwerfern. Am Heck wurden die Rückleuchten sowie die Schürze überarbeitet. Der neue Einstiegspreis lautet 22 970 Euro (Benziner, 132 PS).

Im Zuge der Modellüberarbeitung haben weitere moderne Komfort- und Sicherheitstechnologien Einzug gehalten. Hierzu gehören unter anderem ein Aufmerksamkeitsassistent (DAW) und der Around View Monitor (AVM), aber auch die Smartphone-Einbindung via Apple CarPlay und Android Auto sowie eine kabellose Ladefunktion. Jetzt ist der Tucson in fünf Ausstattungslinien erhältlich: Den Einstieg bildet „Pure“ als Alternative zum bisherigen Classic-Niveau, als nächsthöhere Stufe folgt „Select“ für preis-, aber auch sicherheitsbewusste Kunden. Die Top-Ausstattungen bilden unverändert „Trend“, „Style“ und „Premium“.

Bereits die Einstiegsversion fährt mit Annehmlichkeiten wie einem Lichtsensor, elektrisch einstellbaren und beheizbaren Außenspiegeln, elektrischen Fensterhebern, Klimaanlage und einem Audiosystem mit 5,0-Zoll-Bildschirm sowie USB-, AUX- und Bluetooth-Schnittstelle vor. Eine aktive Motorhaube verringert zudem das Verletzungsrisiko für Fußgänger, indem sie sich bei einem Unfall um 60 Millimeter anhebt.

Hyundai hat auch die Antriebspalette überarbeitet, die den Angaben zufolge jetzt noch mehr Leistung und höhere Effizienz bietet. Zwei Benziner (131 und 177 PS) sowie drei Dieselmotoren sind erhältlich. Die Motoren erfüllen allesamt bereits jetzt die erst ab Herbst 2019 verbindliche Abgasnorm Euro 6d-Temp. Neu ist der 1,6 Liter große Einstiegsdiesel, der in den Leistungsstufen 85 kW/115 PS und 98 kW/136 PS angeboten wird. Er ist serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb kombiniert, für die stärkere Variante steht alternativ ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (7DCT) parat.

Neu – und erstmals in einem Hyundai – ist auch das 48-Volt-Mildhybrid-System, das im 2,0-Liter-Diesel (136 kW/185 PS, Allradantrieb) zum Einsatz kommt. Das System hilft beim Beschleunigen, verlängert die Start-Stopp-Phasen und rekuperiert zugleich mehr Energie, wodurch der Verbrauch laut Hyundai um bis zu sieben Prozent gesenkt wird. So sprintet das SUV in 9,9 Sekunden von 0 auf 100, schafft bis zu 201 km/h und benötigt im Schnitt nur 5,4 Liter (CO2: 142 g/km).

Auf der kurzen Aufpreis- beziehungsweise Optionsliste für den Tucson finden sich neben dem Panorama-Glas-Schiebedach und einer Metallic-Lackierung lediglich ein Leder-Paket in einem von drei zur Wahl stehenden Farbthemen und die radargestützte Advanced Smart Cruise Control (ASCC).

In den Jahren von 2010 bis 2015, hatte Hyundai den Tucson zum ix35 umfirmiert, kehrte aber in der dritten Generation auf dem europäischen Markt wieder zur ursprünglichen Bezeichnung zurück.

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