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TSV Neuhausen muss zum Drittliga-Meister – TV Plochingen und TSV Wolfschlugen wollen noch dreimal siegen

EsslingenEndspurt bei den Handballern. Währen Drittligist TSV Neuhausen im Abstiegskampf ausgerechnet zum schon feststehenden Meister HSG Konstanz muss, mischen die Baden-Württemberg Oberligisten TV Plochingen und bei den Frauen der TSV Wolfschlugen noch im Aufstiegsrennen mit. Württembergligist HSG Ostfildern kann den Klassenverbleib klar machen.

Männer – 3. Liga

Noch drei Spiele haben die Handballer des TSV Neuhausen mit ihrem Trainer Eckard Nothdurft. „Mindestens, vielleicht ja auch noch die Relegation“, sagt Außenspieler Daniel Roos. Dass der Trainer vergangenen Sonntag bekanntgab, zum Saisonende aufzuhören, macht den Abstiegskampf für den 14. nicht leichter. Auch nicht, dass es am Samstag (20 Uhr) zum Tabellenführer und schon feststehenden Meister HSG Konstanz geht. „Schwerer wird’s nicht mehr“, beweist Roos Humor. „Konstanz hat eine hohe individuelle Qualität“, sagt Roos. Paul Kaletsch ist der beste Torschütze der Liga, Tim Jud und der Ex-Plochinger Fabian Wiederstein haben ein „super Zusammenspiel“ am Kreis. „Es ist einfach die beste Mannschaft der Liga“, sagt Roos. Vor 1500 Zuschauenr haben die Neuhausener gegen die Konstanzer nur eine Chance, wenn diese „nicht an ihre Grenzen gehen, ein paar Prozent nachlassen“, sagt Roos. Dafür muss aber bei den Neuhausenern auch alles zusammen laufen. Ein Lichtblick: Torhüter Sebastian Arnold wird nach seiner Sprunggelenk-Verletzung sein Comeback geben, dafür hat nun Lukas Lohmann diese Beschwerden.

Männer – BW-Oberliga

Drei Spiele hat auch noch der TV Plochingen vor sich, alle laut Co-Trainer Joachim Rieck „machbar“. Wenn die Plochinger alle drei Partien gewinnen, spielen sie in der Relegation. Der Achte SG H2Ku Herrenberg ist am Samstag (20 Uhr) ein unbequemer Gegner, dessen Qualität den Plochingern Probleme machen kann. „Christian Dürmann ist ein sehr erfahrene Spielmacher, Sascha Marquardt ein sehr robuster Kreisläufer“, warnt Rieck vor den Herrenbergern. „In der Abwehr müssen wir noch stabiler stehen. Aber unsere Spieler sind so topmotiviert, da kann man als Trainer nicht mehr viel beisteuern.“

Frauen – BW-Oberliga

„Leidenschaft ist die Devise, eine gute Abwehr der Knackpunkt“, sagt Team-Manager Simon Vogel. Wenn das zusammenläuft, gewinnt der TSV Wolfschlugen beim VfL Waiblingen II am Samstag (18 Uhr) und hat den ersten von drei Siegen in der Tasche, um die Meisterschaft klar zu machen. Der VfL ist zwar Vorletzter, allerdings warnt Vogel vor allem vor Julia Schraml und Tabea Bauer. Schraml, die vergangene Saison noch beim TV Nellingen in der Bundesliga spielte, ist nach einer Verletzung wieder genesen und genauso torgefährlich wie Bauer. Bei den Wolfschlugenerinnen ist Antonia Amann mit einer Schulterverletzung angeschlagen. „Aber wenn sie spielen muss, dann kann sie“, sagt Vogel.

Männer- Württembergliga

Der TSV Deizisau will bei der SG Herbrechtingen/Bolheim am Samstag (19.30 Uhr) die Spannung hoch halten. „Das kriegen die Jungs hin, die werden konzentriert sein“, ist sich Arne Staiger vom TSV-Management sicher. Als Vierter sind die Deizisauer beim schon feststehenden Absteiger „natürlich Favorit“, allerdings waren die vergangenen zwei Trainingswochen nicht gut. Immer wieder fehlten Spieler – beruflich oder krankheitsbedingt. Definitiv ausfallen wird Torhüter Alin Ilii. Er hat sich eine Zerrung am Oberschenkel zugezogen. Alexander Seibold wird nicht im Rückraum links auflaufen, er ist im Training am Donnerstag umgeknickt. Kai Liebing (Rückraum rechts) war zwei Wochen krank.

„Es gibt ein paar Spiele in der Saison, die sind unemotional. Das ist so eines“, sagt Veit Wager, Trainer des TSV Wolfschlugen, vor der Begegnung am Samstag (20 Uhr) mit dem TV Gerhausen. „Mit dem Gegner verbindet uns nicht viel, es ist kein Nachbar, es ist kein Spitzenspiel. Solche Spiele sind gefährlich. Man muss die eigene Leistung abrufen, sonst wird das nichts.“ Wager weiß aber, wie das geht: „Wenn wir so spielen wie am vergangenen Samstag in der zweiten Hälfte gegen Laupheim beim 29:24, können wir Gerhausen schlagen.“ Denn Wolfschlugen will Platz zwei und damit die Relegation erreichen, auch wenn noch nicht sicher, wie und ob diese ablaufen wird. Kapitän Samuel Stoll hat einen Kapselriss am Daumen. „Ich werde kurzfristig entscheiden, ob ich ihn im Notfall einsetze“, sagt Wager. „Er würde uns schon gut tun gegen die sehr körperliche Spielweise der Gerhausener.“

„Matchball für uns“, sagt HSG-Betreuer Mathias Dunz vor dem Auswärtsspiel der HSG Ostfildern beim Vorletzten HC Hohenems am Samstag (20 Uhr). Denn wenn der Tabellenelfte in Hohenems punktet, kann das Team den Klassenverbleib klar machen. „Wir sind motiviert bis in die Haarspitzen, gehen mit den drei vergangenen Siegen im Rücken mit superbreiter Brust in das Spiel. Wir haben zuletzt geilen Handball gespielt,“ sagt Dunz. „Das wird ein sehr spannendes Spiel.“ Und kein leichtes. Dass die HSG das Hinspiel mit zehn Toren gewann, ist für Dunz „nichtssagend. Hohenems ist zuhause gut, die Fans peitschen die Mannschaft richtig an“. Dunz hat gerechnet: „Ein Punkt würde uns sogar reichen, aber wer spielt im Handball schon auf ein Unentschieden?“ Zudem könnten die Ostfilderner mit einem Sieg der SG Hegensberg/Liebersbronn helfen. Diese ist mit 13:37 Punkten nur um einen Platz besser als Hohenhems (13:39).

Die SG kämpft zeitgleich am Samstag (20 Uhr) beim Achten HSG Langenau/Elchingen gegen den Abstieg. „Das wird natürlich eine sehr schwere Sache“, sagt SG-Trainer Jochen Masching. „Langenau ist eine sehr gute Mannschaft, personell am Straucheln, aber aus meiner Sicht ein Top-Team, das das höchste Tempo in der Liga spielt.“ Das muss Hegensberg/Liebersbronn mitgehen. „Ich mache die Kampfansage: Wir müssen die spielerische Linie halten“, sagt der SG-Coach. „Unser Kader ist relativ dünn, aber wir haben es auch vergangene Woche hinbekommen, das darf keine Ausrede sein.“

Frauen – Württembergliga

„Wir wollen zeigen, was in uns steckt. Das, was wir in dieser Saison zu wenig gezeigt haben“, sagt Trainer Markus Weisl vor dem letzten Spiel am Samstag (17.30 Uhr), das er und die Frauen der SG Hegensberg/Liebersbronn zusammen bestreiten werden. Das letzte Spiel in der Württembergliga, das letzte Spiel mit ihm als Trainer. „Der Abstieg kam ja nicht von jetzt auf gleich, wir haben uns darauf vorbereitet“, sagt Weisl. „Wir wollen uns anständig aus der Württembergliga verabschieden, losgelöst vom Ergebnis. Das haben die Mädels verdient und ich auch ein bisschen.“ Dazu soll beim Vierten TG Biberach die Abwehr stehen, sollen weniger Fehler gemacht werden, jede Spielerin wird ihre Einsatzzeiten bekommen. „Ich hoffe, dass sich niemand verletzt, das kann in so einem Spiel keiner brauchen“, sagt Weisl.

Keinen Druck mehr hat auch der TV Nellingen II, nachdem das Team am vergangenen Samstag mit dem 24:18-Heimsieg gegen die TG Biberach den Meistertitel vorzeitig geholt hat. Da viele Spielerinnen angeschlagen sind, wird bei der SG Burlafingen/Ulm am Samstag (17.30 Uhr) ein etwas anderes Team auflaufen. Linda Leukert fiel schon gegen Biberach wegen einer Bänderverletzung aus, Alessa Schmid hat Rückenprobleme, Caroline Maier ist im Training umgeknickt, hinter den Einsätzen von Larissa Weiß und Sandra Balke (beide erkältet) stehen Fragezeichen. Zum Ende bekommen daher Marie Fröschle und Vanessa Schenker ihre Einsatzchance. Nachdem das Team am vergangenen Wochenende bis in die frühen Morgenstunden in Stuttgart feierte, wird nach dem letzten Saisonspiel in Ulm zusammen mit 50 Mitfahrern noch gemeinsam zu Abend gegessen. „Wir freuen uns auf einen schönen und erfolgreichen Abschluss“, sagt TVN-Trainerin Veronika Goldammer. So ganz vorbei ist die Saison jedoch noch nicht, denn Anfang Mai spielen die TVN-Frauen gegen den Meister der Staffel Nord, HB Ludwigsburg, um den württembergischen Meistertitel.

An der Tabellensituation wird sich nichts mehr groß ändern für die HSG Deizisau/Denkendorf. Im letzten Saisonspiel bei der SG Hofen/Hüttlingen am Samstag (17.30 Uhr) will der Fünfte dennoch „nichts herschenken“, sagt Trainer Markus Kuschke. Nach wie vor angespannt ist die Personalsituation, zu den bekannten Ausfällen gesellt sich die erkältete Jule Riehs. Dafür ist Anna Tonn wieder dabei.

Der TSV Köngen ist zum Abschluss zeitgleich bei der HSG Fridingen/Mühlheim zu Gast. Egal wie das Spiel ausgeht, der TSV wird weiter Sechster, die HSG weiter Zweiter sein.

Männer – Landesliga

Das Team Esslingen hat sich schon in den vergangenen Wochen schwer getan, weiter die Spannung zu halten. Das Team ist Achter in der Staffel 2, die Gäste am Sonntag (17 Uhr) der SG H2Ku Herrenberg II sind sicher abgestiegen. „Mal gucken, was das für ein Spiel wird“, sagt Team-Spieler Benedikt Frohna. „Wir haben den Anspruch, die Saison zuhause positiv abzuschließen und gegen den Vorletzten zu gewinnen, da gibt es keine Diskussionen.“ Alle Spieler sind fit und werden nach dem Spiel noch ein bisschen zusammensitzen. „Der Verein schenkt ein paar Liter Bier aus, aber das wird gemütlich. Am Montag müssen wir ja alle wieder ins Geschäft“, sagt Frohna.

„Man kann nicht sagen, dass es nicht mehr um nichts geht“, sagt Moritz Eisele vor dem letzten Saisonspiel des Tabellensiebten TSV Köngen am Sonntag (17 Uhr) beim Fünften TV Aixheim. „Zwischen Platz fünf und neun ist noch alles drin, je nachdem wie die anderen spielen“, sagt der TSV-Spielertrainer. „Wir Trainer sind auf jeden Fall motiviert und versuchen, es auf die Mannschaft zu übertragen. Die Saison mit Platz fünf zu beenden, ist schließlich deutlich positiver.“ Am Kreis hat Köngen allerdings ein großes Problem, nachdem sich Patrick Weber am vergangenen Sonntag beim 28:26-Heimsieg gegen den TV Großengstingen den Finger gebrochen hat, Ulf Lindner als Jugendtrainer im Einsatz und Moritz Oberkersch im Ausland ist. Als Kreisläufer werden sich voraussichtlich Eisele selbst sowie Gian-Luca Pupin abwechseln. Der Einsatz von Christoph Müllerschön (krank) ist noch fraglich. In Aixheim ist Harzverbot.

„Erst gewinnen wir das Spiel und dann schauen wir mit Interesse nach Altenstadt.“ So lautet der Plan des TV Reichenbach und dessen Athletiktrainer Alex Farrell für das Gastspiel beim Fünften Bad Saulgau am Samstag (17 Uhr). Für das „überraschende Happy-End“ müsste der TV Altenstadt sein Heimspiel gegen den Zehnten BW Feldkirch zeitgleich verlieren oder unentschieden spielen, damit sich der TVR Meister der Staffel 3 nennen darf. Die Reichenbacher sind punktgleich mit dem Tabellenführer, allerdings hat Altenstadt beim direkten Vergleich die Nase vorn, daher ist der TVR zum Siegen verdammt und muss dann hoffen. „Toll, dass im letzten Spiel noch so viel Druck auf dem Kessel ist“, freut sich Farrell.

Bezirksliga

Der TV Altbach empfängt den Tabellenletzten SV Vaihingen zum letzten Saisonspiel am Samstag (19.30 Uhr). Für die Altbacher ist es ein wahres Endspiel. Mit einem Sieg könnten sie den Abstieg in die Bezirksklasse noch abwenden, sind aber auf eine gleichzeitige Niederlage des SKV Unterensingen II angewiesen. Die Unterensinger spielen ebenfalls um 19.30 Uhr beim Meister TSV Denkendorf. Mit Wettbewerbsverzerrung ist dort nicht zu rechnen, denn die Denkendorfer wollen sich mit einem Heimsieg aus der Bezirksliga verabschieden.

Bezirksklasse

Der als Aufsteiger feststehende Meister TSV Wolfschlugen II will sich am letzten Spieltag im Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den TSV Grabenstetten II mit einem Sieg verabschieden. Ein Abschied steht auch in Esslingen an, wo Trainer Sven Reichenberger zum letzten Mal an der Seitenlinie des Team Esslingen II steht. Zu Gast ist der TSV Dettingen II am Sonntag (15 Uhr). „Im letzten Heimspiel der Saison ist die Mannschaft gewillt den Zuschauern nochmal guten Handball zu präsentieren“, sagt Reichenberger. Für den TSV Neuhausen II geht es im letzten Heimspiel gegen die HSG Leinfelden/Echterdingen am Sonntag (17 Uhr) um nichts mehr. Da der TSV den direkten Vergleich gegen das Handballteam Uhingen/Holzhausen II am vergangenen Wochenende gewann, steht fest, dass der TSV auf dem vorletzten Tabellenplatz bleibt. Stand jetzt würde das aber dennoch den Abstieg in die Kreisliga A bedeuten.

Kreisliga A

Drei Absteiger wird es nach derzeitigem Stand in der Kreisliga A geben. Für die SG Esslingen bedeutet das: Sie darf beim TSV Weilheim II am Samstag (16 Uhr) nicht verlieren. „Wir brauchen noch einmal eine Topleistung, um die Punkte aus Weilheim mitzunehmen“, sagt der Esslinger Torhüter Benedikt Schrade. Die HSG Ostfildern II ist nach derzeitigem Stand längst aufgestiegen. Im Auswärtsspiel bei der HSG Ebersbach/Bünzwangen II am Samstag (17.30 Uhr) will der Spitzenreiter aber die Meisterschaft klar machen. Beim TV Plieningen geht es für den TV Reichenbach III am Samstag (18 Uhr) darum, die Saison auf dem dritten Platz zu beenden. Die Plieninger sind indes bereits abgestiegen. Das ist auch der HC Wernau, der am Sonntag (16 Uhr) die SG Hegensberg/Liebersbronn II zu einem Testspiel am letzten Spieltag empfängt.

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