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Konstanz (dpa/lsw) - Bunte Masken und knallende Peitschen: Im Südwesten sind wieder die Narren los. Mit dem Dreikönigstag hat am Samstag traditionell die schwäbisch-alemannische Fastnacht in Baden-Württemberg begonnen. Vielerorts läuteten die Narren die Fastnacht traditionell mit dem «Einschnellen» ein - dabei knallen Peitschen. In manchen Zünften zogen die Narren von Haus zu Haus und befreiten die hölzernen Masken symbolisch vom Staub des Vorjahres.

In Überlingen am Bodensee wurde die Fastnacht zum Glockenschlag um 12.00 Uhr mit Peitschen eingeläutet. Narren mit schwarz-bunter Kopfbedeckung ließen dazu in der Innenstadt sogenannte Karbatschen knallen - vor den Augen Hunderter Menschen, die den Auftakt erleben wollten.

Mitglieder der Narrenzunft Schwenningen staubten indes die Schemen (Masken) ihrer Figuren mit einem Staubwedel ab - selbst bekleidet mit Frack, Fliege und Hut. Ihre Narrenfiguren haben Namen wie «Schwenninger Hansel» oder «Moosmulle».

Im Kreis Konstanz wollte am Abend zudem das Stockacher Narrengericht zusammenkommen und mitteilen, wer sich am «Schmotzigen Dunschtig» (8. Februar) vor dem satirischen Gericht verantworten muss. Die mehr als 600 Jahre alte Institution des Stockacher Narrengerichts gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht.

Rund sechs Wochen lang heißt es diesmal «Narri-Narro» im Land. Damit ist die Fastnacht in diesem Jahr vergleichsweise kurz: Der Aschermittwoch - und damit für die meisten Zünfte auch das Ende der Fastnacht - ist bereits am 14. Februar. Die Termine ändern sich jedes Jahr, da sie sich nach Ostern richten.

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