Skispringer Karl Geiger (vorne) holte bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf vier Medaillen. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Eine Heim-WM, zwei Perspektiven: Karl Geiger kürt sich in Oberstdorf zum Schanzenkönig, Vinzenz Geiger bekommt seine Grenzen aufgezeigt. Ihre Auftritte stehen sinnbildlich für die Bilanz der deutschen Skispringer und Kombinierer.

Oberstdorf - Es ist ja eine diffizile Sache mit sportlichen Großereignissen vor der eigenen Haustüre. Der Heimvorteil kann beflügeln, motivieren, pushen. Oder das Gegenteil bewirken. Dann wird der Druck, alles besonders gut machen zu wollen, zur Last, die nicht nur aufs Gemüt drückt, sondern auch den Körper hemmt. Bei der Nordischen Ski-WM war beides zu sehen. Karl und Vinzenz Geiger, die gebürtigen Oberstdorfer, erlebten ein Gefühlschaos, das sinnbildlich stand für die Ausbeute der deutschen Skispringer und Kombinierer.

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