Quelle: Unbekannt

Der neue Kia e-Niro hat eine satte Reichweite von bis zu 455 Kilometer.

EsslingenJa, die aktuellen Probleme sind bekannt! Wer längere Strecken mit einem reinen Elektroauto bewältigen will, muss immer noch gut planen, wenn er/sie sich nicht der Gefahr aussetzen will, im Nirgendwo liegen zu bleiben. Obwohl, auch das geht glimpflich ab, wenn man einen Mobilitätsschutz hat. Dann wird der Stromer vom Abschlepper aufgeladen und zu einer Stromtankstelle gebracht. Aber das kostet Zeit und Ärger. Doch dieses Szenario wird unwahrscheinlicher, denn die Ladestationen werden immer zahlreicher. Sie entstehen sukzessive in der Nähe von Autobahnen, wie etwa bei Aldi-Filialen. Dort kann eine Stunde lang, während des Einkaufs, kostenlos geladen werden, was in den meisten Fällen reicht, um zum Ziel zu kommen.

Derlei Aufwand ist aber in den meisten Fällen mit dem im April markteingeführten Kia e-Niro kaum mehr nötig, denn das 4,38 Meter lange Kompaktmodell hat eine satte Reichweite von bis zu 455 Kilometern. 455, das ist eine Hausnummer! Das reicht etwa von Esslingen nach München und zurück – außer, man pflegt, gerne schnell zu fahren, sprich: im Schnitt über 130 km/h. Ansonsten, keine Panik! Zuhause wird der Stromer an der normalen Steckdose langsam oder an einer ladestarken Stromtankstelle schnell aufgeladen – für die nächste Langstrecke, beispielsweise Esslingen-Frankfurt und zurück.

Der Kia e-Niro ist nach dem Niro Hybrid und dem Niro Plug-in Hybrid die dritte Variante des speziell für elektrifizierte Antriebe konzipierten Modells. Der neue Stromer wird in zwei Motorisierungen angeboten, fährt laut Kia mit einer Batterieladung (nach dem neuen Testverfahren WLTP) im City-Zyklus sogar bis zu 615 Kilometer weit – das ist mehr, als viele benzinbetriebene Fahrzeuge im Stadtverkehr mit einer Tankfüllung schaffen. Dabei gibt es auch noch viel Platz für die Insassen sowie mit 451 Litern einen großen Gepäckraum und modernste Assistenzsysteme.

Drehschalter statt Wählhebel

Auffälligste Neuerung im modernen Interieur ist der Gangwahl-Drehschalter (Shift by Wire), der den konventionellen Wählhebel ersetzt. Seine volle Alltagstauglichkeit beweist der neue Kia-Stromer auch durch das großzügige Raumangebot. Das Basismodell (100 kW/136 PS) hat eine Batteriekapazität von 39,2 kWh und eine kombinierte Reichweite von immerhin 289 Kilometern. Die stärkere Version mit 150-kW-Motor (204 PS), 64-kWh-Akku und bis zu 455 Kilometern Reichweite sprintet in nur 7,8 Sekunden von null auf Tempo 100. Über den Schnellladeanschluss (CCS-Stecker) lässt sich die Batterie an einer 100-kW-Station in nur 42 Minuten von 20 auf 80 Prozent aufladen.

Die 100-kW-Version des e-Niro kostet 35 290 Euro, die 150-kW-Version startet bei 39 090 Euro. Davon geht jeweils die Umweltprämie ab, die derzeit 4000 Euro beträgt (je zur Hälfte finanziert vom Staat und vom Hersteller), und die ab 2020 vermutlich durch den Staat erhöht wird. Kia bietet zudem seine 7-Jahre-Herstellergarantie, die auch für die Batterie gilt. Damit ist der e-Niro neben dem Kia Soul EV das Elektroauto mit der umfassendsten Garantie auf dem europäischen Markt.

Der Kia e-Niro wird in den Ausführungen Edition 7, Vision und Spirit angeboten. Die Grundausstattung beinhaltet bereits ein Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen, Smartphone-Integration, Klimaautomatik und Smart-Key. Hinzu kommen je nach Ausführung und Sonderausstattung unter anderem LED-Scheinwerfer, 7- oder 8-Zoll-Kartennavigation, Premium-Soundsystem, induktive Smartphone-Ladestation, 220-Volt-Steckdose, Lederausstattung, elektrischer Fahrersitz, Sitzventilation vorn und Glasschiebedach. Ebenfalls Standard sind Frontkollisionswarner inklusive Notbremsassistent mit Fußgängererkennung, aktiver Spurhalteassistent, Fernlichtassistent und Müdigkeitswarner. Spurwechselassistent und Querverkehrwarner sind optional.

Wer den e-Niro dienstlich nutzt, profitiert laut Kia von der seit Januar geltenden Neuregelung: Gegenüber Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb halbiert sich bei voll förderfähigen Elektro-Dienstwagen der so genannte geldwerte Vorteil, der versteuert werden muss. Für einen e-Niro mit 150 kW in der gehobenen Ausführung Vision bedeutet das bei durchschnittlicher Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsplatz (17 Kilometer) und bei einem Steuersatz von 30 Prozent eine jährliche Steuerersparnis von 1136 Euro. Bei höherem Steuersatz oder längerem Arbeitsweg steige dieser Betrag entsprechend.

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