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Das Derby in der Württembergliga zwischen der SG Hegensberg/Liebersbronn und dem TSV Deizisau findet nun am Donnerstag (30. Januar) statt.

EsslingenNach dem Coup gegen Konstanz brennen die Handballer des TSV Neuhausen auf das Top-Duell der Baden-Württemberg Oberliga bei der SG Pforzheim/Eutingen. Ferdinand Michalik bei den MadDogs ist dabei nicht der einzige prominenten Rückkehrer auf das Spielfeld. Der ebenfalls personell gebeutelte Landesligist TSV Köngen setzt kurzfristig auf die Dienste von Manuel Lang und Christian Sieger.

Männer – 3. Liga

Nach dem miserablen Start ins Jahr gastiert Drittligist TV Plochingen am Samstag (20 Uhr) beim Sechsten Rhein-Neckar Löwen II und möchte dort laut Trainer Michael Schwöbel wieder „mutig und mit Leidenschaft“ auftreten, um so am Ende etwas Zählbares mit nach Plochingen zu bringen. „Da wartet eine äußerst junge und talentierte Mannschaft auf uns, die vor allem durch eine variable Abwehr überzeugt“, lobt Schwöbel das gegnerische Team. „Ganz wichtig wird auch sein, dass wir den Rückraum um die Nachwuchstalente Jannis Schneibel und Philipp Ahouansou in den Griff bekommen.“ Sollte dem TVP dies gelingen, bestehe durchaus die Möglichkeit, eine Überraschung zu schaffen. „Wir merken, dass in dieser Liga viel möglich ist. Allerdings nur, wenn man von Anfang an voll da ist. Ansonsten wird man da nichts gewinnen“, weiß Schwöbel, der eventuell auf Torhüter Kay Siemer verzichten muss, der über die Woche krank war.

Frauen – 3. Liga

Veronika Goldammer, die Trainerin des TV Nellingen, musste den Übungseinheiten diese Woche fernbleiben, sie war krank. Wie sie aber aus erster Hand erfahren hat, habe sich das Team dennoch intensiv auf das wichtige Auswärtsspiel bei der SG Kappelwindeck/Steinbach am Sonntag (17 Uhr) vorbereitet. „Die Mannschaft hat gut trainiert und weiß um die Wichtigkeit dieser Partie gegen einen direkten Konkurrenten“, sagt Goldammer, die am Sonntag wieder an der Seitenlinie stehen wird. „Das sind die Spiele, die wir unbedingt gewinnen müssen. Und das ist uns auch bewusst.“ Gerade zum richtigen Zeitpunkt sei daher der Sieg am vergangenen Samstag gegen den ASV Dachau gekommen. Schließlich lasse es sich mit einem guten Spiel im Gepäck deutlich selbstbewusster auftreten. „Wir werden versuchen, möglichst ruhig und konzentriert an die Aufgabe heranzugehen und uns im Vorfeld nicht unnötig nervös zu machen. Ich bin definitiv optimistisch“, sagt Goldammer. Verstärkt wird der Nellinger Kader wieder durch Marlene Kriessler, die nach einer Sprunggelenksverletzung dabei ist.

Männer – BW Oberliga

„Man hat gesehen, dass man in außergewöhnlichen Situationen Besonderes leisten kann“, sagt Daniel Roos vom TSV Neuhausen rückblickend über den 29:24-Sieg gegen die HSG Konstanz II, den die MadDogs trotz großer Personalprobleme eingefahren haben. War es gegen Konstanz ein Spitzenspiel, so ist es am Sonntag (18 Uhr) bei der SG Pforzheim/Eutingen das absolute Top-Duell nicht nur des Spieltages, sondern vielleicht der gesamten Rückrunde: Es tritt der Tabellenführer gegen den punktgleichen Zweiten an. Da die Neuhausener aber auf Hannes Grundler, Timo Durst, Roman Fleisch und Philipp Bader verzichten müssen, „sind wir noch krasserer Außenseiter als zuletzt“, wie Roos erklärt. Aber die Neuhausener haben richtig Lust auf das Duell – auch auf das der beiden Top-Torhüter Bastian Rutschmann und Magnus Becker, das beim Pforzheimer 26:23-Sieg im Hinspiel noch ausfiel, weil Neuhausens Becker krank fehlte. „Pforzheim/Eutingen hat eine brutal starke Abwehr. Wir müssen unser schnelles Spiel durchbringen und werden alles reinwerfen“, sagt Roos. Der reaktivierte Ferdinand Michalik wird erstmals auflaufen, hat aber erst zwei Mal mit der Mannschaft trainiert. Ob den Neuhausenern die Tatsache, dass die SG zuletzt beim 29:32 in Teningen die allererste Saisonniederlage kassiert hat, zugute kommt, oder ob das Gegenteil der Fall ist, ist schwer vorauszusagen.

Frauen – BW Oberliga

Tabellenschlusslicht TV Nellingen II empfängt am Samstag (20 Uhr) den TSV Bönigheim in der Sporthalle 1. Nach der Niederlage trotz ordentlicher Leistung unter der Woche in Heiningen hat das Schlusslicht die Hoffnung auf die ersten Punkte der Saison noch nicht aufgegeben.

Männer – Württembergliga

Eine ganz wichtige Partie im Kampf um die Qualifikation für die Verbandsliga wartet auf die HSG Ostfildern am Sonntag (17 Uhr), wenn der Tabellenletzte TV Altenstadt zu Gast sein wird. „Das wird ein Kampfspiel, ich rechne mit einer ganz harten Angelegenheit“, sagt HSG-Trainer Magnus Gründig. „Beide Mannschaften stehen unten drin und brauchen dringend Punkte. Altenstadt muss beinahe gewinnen und wir sollten unbedingt gewinnen.“ Die Ostfilderner setzen hierfür auf ihr schnelles Tempospiel. „Außerdem glaube ich, dass das Torhüterduell mitentscheidend sein wird“, glaubt Gründig, der froh ist, dass das Team am Donnerstag wieder vollzählig trainieren konnte, nachdem am Mittwoch einige Spieler mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten.

Verlegt wurde dagegen das Derby zwischen der SG Hegensberg/Liebersbronn und dem TSV Deizisau, das ursprünglich am Samstagabend in der Halle an der Römerstraße hätte stattfinden sollen. Die Teams treffen stattdessen am Donnerstag, 30. Januar, (20.15 Uhr) aufeinander.

Frauen – Württembergliga

Knapp drei Wochen nach dem letzten Aufeinandertreffen bekommt es der TV Reichenbach am Samstag (20 Uhr) erneut mit der SG Burlafingen/PSV Ulm zu tun. Damals entschied der TVR das Nachholspiel knapp mit 23:20 für sich, wenngleich das Endergebnis laut der Reichenbacherin Maike Kienzlen nicht ganz den Spielverlauf widerspiegelte: „Da haben wir es am Schluss etwas schleifen lassen. In Ulm darf uns das nicht passieren, wir müssen 60 Minuten konstant auftreten.“ Denn es kommt erschwerend hinzu, dass in der Sporthalle 1 in Neu-Ulm Harz verboten ist. „Deshalb müssen wir besonders konzentriert auftreten und die Chancen, die wir uns erarbeiten, auch in Tore verwandeln“, fordert Kienzlen. Grundsätzlich dürfe das fehlende Harz aber kein Faktor sein. „So etwas darf keine Ausrede sein, wir sind Favorit und wollen deshalb auch gewinnen“, sagt Kienzlen.

Mit einem intensiven Spiel rechnet Markus Schmid, der Co-Trainer der HSG Deizisau/Denkendorf, wenn der Tabellendritte am Samstag (20.30 Uhr) bei der SG Hofen/Hüttlingen antritt. „Obwohl die SG eher in der unteren Tabellenhälfte anzusiedeln ist, müssen wir aufpassen. Auch im Hinspiel hatten wir gegen diesen Gegner etwas Probleme“, sagt Schmid, der einen harten Kampf erwartet. Hinzu kommt, dass die Partie ungewöhnlich spät angepfiffen wird. Schmid: „Ist aber auch egal: Wir reisen mit einem breiten Kader an und müssen versuchen, den Gegner über hohes Tempo müde zu spielen.“ Sollte das gelingen, dürfte sich die HSG spätestens in der letzten Viertelstunde absetzen und zwei Punkte einfahren.

Männer – Landesliga

Simon Hablizel gibt Entwarnung, was die personelle Situation betrifft. Deshalb ist der Coach von Staffel-2-Tabellenführer TSV Köngen auch zuversichtlich, dass der 28:39-Klatsche zuletzt beim VfL Pfullingen II am Sonntag (17 Uhr) ein Heimsieg gegen die HSG Baar folgt. Julian Perwög wird zwar noch fehlen, seine Knieverletzung hat sich aber als weit weniger schlimm herausgestellt als erwartet und er wird bald wieder fit sein. Noch besser sieht es bei Routinier Manuel Tremmel aus, dessen Nase doch nicht gebrochen ist und der spielen kann. Und dann ist da vor allem dieser Coup, auf den Hablizel stolz ist: Kurzfristig hat er Manuel Lang und Christian Sieger reaktiviert. Lang hat schon einmal in Köngen und auch in Deizisau und Ostfildern gespielt. Sieger kennt der Coach von der gemeinsamen Zeit beim SKV Unterensingen. „Ein Weltklassespieler, einer der besten Mittemänner im Umkreis“, schwärmt Hablizel. Da müssen sich die Baarer wohl warm anziehen. „Wir sollten punkten, denn die Spiele gegen die starken Gegner kommen bald“, sagt Hablizel.

Dazu zählt der Köngener Coach auch den TSV Denkendorf, gegen den es am 7. Februar im Derby geht. Die Denkendorfer, für die es am vergangenen Samstag bei der SG Ober-/Unterhausen eine heftige 29:41-Niederlage setzte, wollen nun am Samstag (17.30 Uhr) gegen den TV Neuhausen II Wiedergutmachung betreiben. „Wir brauchen jetzt unbedingt einen Sieg, um die vor Weihnachten erspielte, gute Ausgangsposition nicht direkt wieder wegzuwerfen“, fordert Denkendorfs Trainer Ralf Wagner, der in Lukas Taxis (Beruf) allerdings auf einen Stammspieler verzichten muss. Eine Ausrede soll das aber nicht sein. „Obwohl wir nicht in Bestbesetzung nach Neuhausen fahren, haben wir natürlich eine gewisse Erwartungshaltung“, sagt Wagner. „Nach der Niederlage zuletzt, bei der wir alles falsch gemacht haben, was man falsch machen konnte, möchten wir einen Schritt in die richtige Richtung machen.“

Der HC Hohenems gilt als Wundertüte. Das war in der vergangenen Saison in der Württembergliga so und das gilt auch jetzt in der Staffel 3 der Landesliga. Und das wiederum hat auch Tabellenführer TV Reichenbach zu spüren bekommen. Denn obwohl die Österreicher als auswärtsschwach gelten, hat der TVR in der Hinrunde in eigener Halle mit 21:25 gegen sie verloren. „Da haben wir uns sehr schwer getan, die Spielweise der Hohenemser liegt uns nicht“, sagt Reichenbachs Athletiktrainer Alec Farrell vor dem Rückspiel am Samstag (18 Uhr) auswärts. „Diese Scharte gilt es auszumerzen. Wir müssen es schaffen, aus einer guten Abwehr heraus die starke erste Sieben der Hohenemser zu stoppen.“ Denn in der Breite gilt der HC-Kader als nicht so stark.

Frauen – Landesliga

Dass an der Römerstraße nicht gespielt werden kann, betrifft auch die Frauen der SG Hegensberg/Liebersbronn. Ihr Spiel gegen HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf, das auf Samstag (18.20 Uhr) angesetzt war, sollte in die Schelztorhalle verlegt werden – wurde dann aber von der SG wegen Spielermangels abgesagt.

Männer – Bezirksliga

Der TSV Wolfschlugen II muss am Sonntag (18 Uhr) beim tus Stuttgart ran. „Das dürfte ein heißer Kampf werden“, sagt Wolfschlugens Spieler Yannik Elsässer. Die Wolfschlugener haben das Hinspiel knapp verloren und wollen nun unbedingt die nächsten zwei Punkte holen. „Auch wegen der engen Tabellensituation brauchen wir Punkte, um ins Tabellenmittelfeld vorzurücken“, sagt Elsässer.

Bezirksklasse

Der TV Reichenbach II spielt am Samstag (17.45 Uhr) beim TSV Dettingen II. „Das Spiel in Dettingen fordert wieder volle Konzentration. Wie man beim letzten Mal gesehen hat, ist hier alles möglich“, sagt der Reichenbacher Co-Trainer Marcel Schulze. „Die Voraussetzungen könnten besser sein, der eine oder andere Spieler steht leider nicht zur Verfügung. Das sollte aber keine Ausrede sein.“

Die HSG Ostfildern II will sich am Samstag (20 Uhr) beim TSV Weilheim für die deutliche Hinspielniederlage revanchieren. „Mit einer erneut starken Abwehr wollen wir dem Tabellenzweiten das Leben schwer machen“, sagt HSG-Spieler Timo Fritz. „Schaffen wir es, den Angriff zu stabilisieren und unsere Chancen zu nutzen, ist etwas für uns drin.“

Am Sonntag (17 Uhr) tritt der TV Plochingen II beim SKV Unterensingen II an. Für die Plochinger gilt es, den Abstand nach unten weiter zu vergrößern.

Kreisliga A

Die SG Hegensberg/Liebersbronn II möchte im Heimspiel am Samstag (16.30 Uhr) gegen den TSV Denkendorf II durch einen Sieg die Tabellenspitze weiter im Blick behalten. Möglich wäre es gar, sie zu erobern, sollte der Tabellenführer aus Neuhausen patzen.

Der TSV Neuhausen II trifft am Sonntag (13 Uhr) auf den TV Reichenbach III. „Wir wollen den Platz an der Sonne verteidigen und das dritte Heimspiel in diesem Jahr in Folge gewinnen“, sagt Neuhausens Trainer Marco Schwab. „Wir haben gut trainiert und freuen uns auf das Spiel.“

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