Quelle: Unbekannt

Der talentierte Rückraumspieler Lukas Lohmann hat nach einigen Vereinswechseln sichtlich Spaß im Trikot des Handball-Württembergligisten TSV Deizisau.

DeizisauDrei Vereinswechsel in drei Jahren – Lukas Lohmann ist seit Anfang der Saison zurück beim Württembergligisten TSV Deizisau. Und fühlt sich sichtlich wohl. Dass der 23-Jährige in seiner Handball-Karriere verschiedene Trikotfarben getragen hat, hat mehrere Gründe. „Zu viel darf man da aber nicht reininterpretieren. Mir war es immer wichtig, vor allem Spaß zu haben“, betont der Rückraumspieler.

Im Gespräch ist Lohmann sehr ruhig und wählt seine Antworten besonnen. Auf dem Feld kann der talentierte Spieler aber auch ordentlich zupacken. Der angehende Polizeimeister überzeugt als wurfgewaltiger Torschütze und reifte im vergangenen Jahr zu einem gestandenen Abwehrspieler. Bei den Deizisauern ist er im Mittelblock der 6-0-Variante eine wichtige Stütze. Schon nach seiner Jugendzeit bei der JSG Deizisau/Denkendorf entwickelte sich Lohmann im Baden-Württemberg-Oberliga-Team der Deizisauer gut. Vor drei Jahren rückte dann aber seine Ausbildung bei der Polizei in den Vordergrund und er verbrachte viel Zeit an der Polizei-Hochschule in Lahr. So wechselte er zur Saison 2017/2018 zum Landesligisten Team Esslingen. Ein Grund war neben dem geringeren Zeitaufwand auch Trainer Daniel Kraaz, der Lohmann schon seit der C-Jugend kennt, ihn seither handballerisch begleitet und zu den Esslingern an die Seitenlinie wechselte. „Er ist sozusagen mein Ziehvater“, sagt Lohmann. Und Förderer Kraaz erklärt: „Lukas und ich haben ein sehr gutes Verhältnis.“ In der C-Jugend wurden sie gemeinsam Württembergischer Vizemeister – daran erinnern sich beide gern.

Lehrreiche Zeit in der 3. Liga

Nach nur einem Jahr beim Team folgte Lohmann dann aber dem Ruf des damaligen Drittligisten TSV Neuhausen. „Es hat mich extrem gereizt, nach Neuhausen zu gehen und dort in der 3. Liga zu spielen“, sagt er. Beim EZ-Pokal 2018 wurde Lohmann das Angebot von den MadDogs unterbreitet und er konnte nicht widerstehen. Viel Einsatzzeit bekam Lohmann auf den Fildern dann allerdings nicht. Wohl auch, weil er nur ein Mal pro Woche beim Mannschaftstraining dabei sein kann. An den anderen Tagen trainiert er nach wie vor beim Drittligisten TV Willstätt mit. „Vor allem das erste Halbjahr in Neuhausen war auf diesem Niveau sehr lehrreich für mich“, betont Lohmann, der sich dann aber für eine Rückkehr nach Deizisau entschied: „Ich bin wie ein verlorener Sohn aufgenommen worden und habe hier viel Spaß.“ Zudem spielt er bei der Mannschaft, die mittlerweile in die Württembergliga abgestiegen war, mit Yannik Taxis zusammen, einem seiner besten Freunde. Kraaz lobt: „Jetzt ist Lukas in seiner gewohnten Umgebung und sozusagen nach Hause gekommen. Ich habe diese Saison zwei Spiele von ihm gesehen. Da hat er auf Rückraum-Mitte gespielt und das richtig gut gemacht.“ In der Vergangenheit lief Lohmann auch im linken Rückraum auf.

Das Ziel für die laufende Saison ist es, unter die ersten vier der Württembergliga-Tabelle zu kommen. Im Moment sind die Deizisauer Vierter, mit einem Sieg im Derby gegen den Zweiten TSV Wolfschlugen am Samstag (19 Uhr) wollen die Deizisauer den Anschluss an die Spitzengruppe halten. „Unsere Mannschaft ist sehr ausgeglichen“, betont Lohmann, der Ende Februar seine Abschlussprüfung hat. Anschließend wird er dann auch wieder mehr Zeit haben, mit der Mannschaft zu trainieren, da er nicht mehr nach Lahr pendeln muss.

Auge für die Mitspieler

„Lukas ist gereift. Er hatte schon immer ein Auge für die Mitspieler“, lobt Kraaz. Der Coach ist sich sicher, dass Lohmann Drittliga-Niveau hat, sofern er alles andere um sich herum ausschalten kann. Wie beispielsweise hohe Erwartungen, die ihn in der Vergangenheit immer wieder gehemmt hatten.

Prinzipiell kann sich Lohmann vorstellen, noch einmal höherklassig zu spielen. „Durch meine Arbeitszeiten bin ich halt sehr unflexibel“, erklärt der Rückraumspieler jedoch, der seine Prioritäten auf den Beruf setzt. Das Wichtigste ist ihm ja ohnehin der Spaß. Und den hat die Nummer 11 im Deizisau-Trikot derzeit.

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