Das große Blasorchester unternimmt unter der Leitung von Jörg-Sebastian Hoiß eine musikalische Reise von der Filmmusik bis zur klassischen Blasmusik. Foto: Katja Eisenhardt - Katja Eisenhardt

In seinem Weihnachtskonzert hat der Musikverein Hochdorf eine mitreißende musikalische Reise unternommen. Beteiligt waren die Orchester aller Altersstufen.

HochdorfPassend zum 1. Advent und zum Weihnachtskonzert des Musikvereins Hochdorf in die Breitwiesenhalle spielten die Musiker natürlich auch weihnachtliche Klänge. Doch damit nicht genug: Das Vorstufen-, Jugend- und das Große Blasorchester nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise um die Welt und durch die Genres.

Das Vorstufenblasorchester startete die musikalische Reise. Acht junge Musiker zwischen zehn und zwölf Jahren hatten mit ihrem Dirigenten Kim Martin Filmmusik einstudiert. Vom Zungenbrecher „Supercalifragilisticexpialigetisch“ aus dem Musical Mary Poppins ging es in den Wilden Westen zu „Dances with Wolves“, der Titelmusik des Films „Der mit dem Wolf tanzt“ von 1990, und schließlich „Ghostbusters“. Den Film von 1984 dürften einige Zuhörer kennen. Leonie (10) und Nelli (11) haben zuerst Blockflöte gespielt, bevor sie sich die Querflöte ausgesucht haben, erzählten die Mädchen nach ihrem gelungenen Auftritt in der Pause. Vor einem größeren Publikum haben sie schon öfter gespielt, „ein bisschen aufgeregt war ich aber trotzdem“, gab Nelli zu, „hat aber alles gut geklappt und Spaß gemacht.“ Irgendwann wollen beide im großen Blasorchester mitspielen.

Diesem Ziel schon etwas näher ist das gut besetzte Jugendblasorchester, das ebenfalls unter der Leitung von Kim Martin auftrat, der den Dirigentenposten bei der Jugend vor einem Jahr übernommen hat. Die Jugend setzte die Reise mit einem Abstecher zu Disneys „Aladdin“ fort und tauchte mit fröhlichen und zugleich kraftvollen, orientalisch angehauchten Klängen in das bunte Treiben der fiktiven Stadt Agrabah ein. Zurück aus dem fernen Orient wurde es erstmals besinnlich. Mit „Jingle Bells“ und „Lasst uns froh und munter sein“ stimmten die jungen Musiker auf die Weihnachtszeit ein und brachten das Publikum zum Mitsingen. Vor der Pause wartete musikalisch noch ein weiterer Filmerfolg aus der Traumfabrik Hollywood: Ein starkes Medley aus „The Greatest Showman“, das mit seinem Wechselspiel aus mitreißenden und dann wieder ruhigeren Titeln wie „The Greatest Show“, „This is me“ und „Never enough“ überzeugte und in seiner Darbietung für einen langen Applaus sorgte. Dieser hatte eine Zugabe zur Folge, die mit der Polka „Wir Musikanten“ des Komponisten Kurt Gäble ganz im Zeichen der traditionellen Blasmusik stand und die Vielseitigkeit des Orchesters zum Ausdruck brachte.

Nach der Pause übernahm das große Blasorchester des Musikvereins und führte die Zuhörer unter der Leitung von Jörg-Sebastian Hoiß mit „Images of a City“ mitten ins hektische Treiben einer Großstadt, die gleichzeitig aber auch ihre Ruheoasen hat, die zum kurzen Verweilen einladen. Ein Bild, das musikalisch mit seiner ganzen Energie, Dynamik und Intensität treffend gezeichnet wurde. „Auch wir Musiker wollen von Zeit zu Zeit die ausgetretenen Pfade der Blasmusik verlassen, um in fremde Welten einzutauchen“, kündigte Moderator und Orchestermitglied Marcel Zimmer dann den musikalischen Ausflug zu „Israeli Folksongs“ an und versprach eine wahre Party, „bei der sicher der ein oder andere Zeh mitwippen wird“. Damit hatte er nicht zu viel versprochen. Von Israel ging es weiter nach Irland und den bekannten Melodien aus der großen Stepptanz-Show „Lord of the Dance“. Neben zünftigen Marsch- und Polka-Stücken beeindruckte zum Abschluss besonders das Medley aus dem Roman- und Filmklassiker „In 80 Tagen um die Welt“, der die Abenteuer der Truppe um Phileas Fogg auf ihrer Reise um den Globus beschreibt.

Ehrungen

Geehrt wurden im Rahmen des Weihnachtskonzerts neben langjährigen passiven Mitgliedern des Musikvereins auch eine Reihe Aktive: Seit zehn Jahre musizieren Julian Bihl, Irina Holder, Marvin Jenz, Jeremy Lesvas, Lisa Niebauer und Heike Runkel (Ehrennadel in Bronze des Blasmusikverbands Baden-Württemberg und Ehrenurkunde), seit 20 Jahren Florian Kübert, Kim Martin und Pia Weber (Ehrennadel in Silber und Ehrenurkunde) und seit 30 Jahre aktiv ist Kathrin Auer (Ehrennadel in Gold und Ehrenurkunde).

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