Foto: Stadtarchiv Esslingen - Stadtarchiv Esslingen

Esslingen (bes/sr) - Eine dicke Mauer umgibt das ehemalige Dominikanerkloster zum Heiligen Kreuz, das 1241 gegründet und von den Dominikanerinnen bewohnt wurde. Diese mussten allerdings fliehen und zogen 1292 in die Esslinger Stadtmauern um, da das Kloster immer wieder überfallen wurde. Die dicke Schutzmauer, die auch heute noch vorhanden ist, wurde erst 1576 vollendet, nachdem die Anlage zuvor im Städtekrieg von den Württembergern zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Daraufhin ereilte den Hof im Bauernkrieg dasselbe Schicksal. Das Esslinger Katharinenhospital, welchem die Nonnen das Hofgut 1525 als "Gottesgabe" überlassen hatten, ließ ihn wiederum neu errichten. Schon die Dominikanerinnen hatten seit 1292 den Hof von einem sogenannten Meier bewirtschaften lassen. Auch das Katharinenhospital folgte dieser Tradition. Rund 140 Hektar wurden bewirtschaftet, darunter Roggen, Dinkel, Hafer, Gerste, Erbsen, Heu und Holz geerntet. Das Hospital wurde Anfang des 19. Jahrhunderts aufgelöst, der Hof von der Stiftsverwaltung als Rechtsnachfolger verpachtet. Von 1928 bis heute wird das Hofgut von der Familie Bräuninger als Baumschule mit Landwirtschaft betrieben.

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