Klassisches Konzert in Corona-Zeiten in der Staatsoper Stuttgart: Kultur insgesamt fällt in konjunkturell lahmenden Zeiten gerne als erstes durchs Förderraster. Foto: Staatsoper Stuttgart/Fanny Gaul

Die Corona-Verordnungen für Schule und für Veranstaltungen kappen die Wurzeln unseres klassischen Musiklebens, findet unsere Musikredakteurin Susanne Benda. Sie fordert von den Politikern: Denkt flexibler – und werdet endlich kreativ!

Stuttgart - In Baden-Württemberg müssen Schulchöre weiter schweigen. Auch Schulorchester dürfen weder proben noch auftreten. Diese Beschlüsse für das kommende Schuljahr hat die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann in der vergangenen Woche öffentlich gemacht. Das Singen und Musizieren in geschlossenen Klassenverbänden bleibt zwar erlaubt, aber altersübergreifende Projekte wird es Corona-bedingt 2020/21 nicht geben. Das trifft die Schulen hart, ganz besonders jene mit Musik-Profil. Angesichts eines seit März kleingeschrumpften Kulturlebens geht es aber um viel mehr: Vor allem der Musik, bei der Gruppen gemeinsam proben und vor Publikum agieren, die in direktem Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden studiert wird und bei der (meist in geschlossenen Räumen) gemeinsam geatmet wird, drohen unwiederbringliche Verluste.

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