Das Transportflugzeug ist mindestens 30 Jahre alt. Wegen Wartungsmängeln komme es in Russland immer wieder zu Zwischenfällen im Luftverkehr. Foto: dpa/Kirill Kukhmar

Bei einer Notlandung schoss ein russisches Transportflugzeugs aus Sowjetzeiten 300 Meter über die Landebahn hinaus. Der Pilot konnte jedoch alle 14 Menschen an Bord retten.

Nowosibirsk - Mit einer Notlandung des supergroßen russischen Transportflugzeugs vom Typ Antonow An-124 hat ein Pilot in Nowosibirsk der gesamten Besatzung das Leben gerettet. Keiner der 14 Menschen an Bord sei verletzt worden, als das Flugzeug mit einem wohl defekten Triebwerk kurz nach dem Start zum Flughafen zurückkehrte, teilten die Behörden in Sibirien mit. Nach dem Aufsetzen schoss die Maschine rund 300 Meter über die Landebahn hinaus – Tragflächen und Fahrgestell wurden dabei schwer beschädigt, hieß es. Die Frachtmaschine sollte von Nowosibirsk nach Wien fliegen, als das rechte Triebwerk und die Funkverbindung an Bord ausfielen.

Augenzeugen berichteten von Qualm, der aus dem Triebwerk ausgetreten sei. Das Flugzeug habe noch in der Luft Teile verloren, die auf eine Baustelle fielen, wie Arbeiter örtlichen Medien zufolge berichteten. Unklar war, ob das Flugzeug bereits beladen war – oder leer und Fracht von Wien abholen sollte. Die Behörden nahmen Ermittlungen zur Unglücksursache an der Maschine auf, die noch aus Sowjetzeiten stammt – also mindestens 30 Jahre alt ist. Wegen Wartungsmängeln und Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften kommt es in Russland immer wieder zu Zwischenfällen im Luftverkehr.

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