Quelle: Unbekannt

Die Hirschlandstraße ist wieder dran! Ihr Belag wird erneuert. Bedeutet, dass das Klinikum Esslingen während der Bauarbeiten nur über den engen Hölderlinweg erreichbar ist.

Esslingen Hirschlandstraße die Zweite! Weiterer Bauabschnitt in der Hauptverkehrsachse von Oberesslingen! Von Donnerstag, 20., bis Samstag, 29. Februar, wird der Fahrbahn-Belag erneuert. Die Folgen: einseitige Sperrung, Umleitung durch die Stadt und Zufahrt zum Klinikum nur über den engen Hölderlinweg. Droht der Krankenhausnotstand? Anja Dietze, Pressesprecherin am Klinikum Esslingen, nimmt im Gespräch mit der EZ dazu Stellung.

Auf der vom Pressereferat der Stadt Esslingen versandten Landkarte ist die Hirschlandstraße tiefrot markiert, zusätzlich rot gepunktet und mit einem Einfahrtverbotsschild gekennzeichnet. „Auf Wunsch des Klinikums wollten wir ganz, ganz deutlich machen, dass die Zufahrt aus der Hirschlandstraße während der Bauarbeiten gesperrt ist. Das Klinikum ist dann nur über den Hölderlinweg erreichbar“, erläutert der städtische Pressesprecher Roland Karpentier auf Nachfrage. Von Donnerstag, 20., bis Samstag, 29. Februar, wird der Fahrbahn-Belag zwischen Krankenhaus und Hirschlandkopf erneuert. Während dieser Zeit darf der Verkehr nur in eine Richtung rollen: Hin zum Hirschlandkopf den Berg hinauf werden die Autos durch die Baustelle hindurch geführt. Doch bergabwärts hin zur Schorndorfer Straße muss die Umleitung über die Mülbergerstraße in die Ulmerstraße oder alternativ in die Neckarstraße genommen werden.

Die Buslinie 132, die nur an Schultagen fährt, ist laut Roland Karpentier von den Bauarbeiten ebenfalls betroffen: „Am Donnerstag, 20. Februar, und Freitag, 21. Februar, verkehrt die Linie über den Hölderlinweg und fährt die Haltestelle „Hirschlandstraße“ nicht an. Ersatzweise hält die Linie an den beiden Tagen an der Bushaltestelle „Hirschlandkopf“ in der Wielandstraße.“ Gesperrt wird zudem die Einmündung des Rolf-Nesch-Wegs in die Hirschlandstraße. Auch hier müssen Anlieger auf den Hölderlinweg ausweichen. Die betroffenen Anwohner wurden laut städtischem Pressereferat bereits im Vorfeld über die Änderungen in der Verkehrsführung und auch darüber informiert, dass ihre Grundstückszufahrten zeitweise mit Fahrzeugen nicht zugänglich sein werden.

Keine Eigenmächtigkeit der Stadt, wie Roland Karpentier betont. Sondern schiere Notwendigkeit: „Die Sanierung der Straße ist zwingend erforderlich.“ Über die Hirschlandstraße holpern täglich etwa 12 000 Fahrzeuge, sie ist eine wichtige Verkehrsachse in Oberesslingen, und die Fahrbahn ist in einem sehr schlechten Zustand. Risse und Setzungen machen den Verkehrsteilnehmern zu schaffen, die Schäden im Belag beeinträchtigen den Fahrkomfort, die Anwohner leiden unter dem Lärm, und die Einschränkungen sind eine Gefahr für Radfahrer. In einem ersten Bauabschnitt war von Montag, 12., bis Montag, 26. August 2019, der Belag von der Kreuzung bei der Georg-Deuschle-Straße über die Urbanstraße bis hin zur Zufahrt ins Krankenhaus gerichtet worden, nun kommt der obere Teil der Hirschlandstraße an die Reihe.

Armer Hölderlinweg! Er wird in der Faschingswoche noch mehr genutzt werden – denn die Zufahrt zum Klinikum ist dann nur über ihn möglich. Doch Pressesprecherin Anja Dietze blickt gelassen in die nähere Zukunft. Während des ersten Bauabschnitts in der Hirschlandstraße erfolgte die Zufahrt zum Klinikum auch über den Hölderlinweg – und das habe geklappt. Müsse einfach klappen. Denn: „Viele andere Möglichkeiten gibt es nicht.“

Anderthalb Wochen seien ein überschaubarer Zeitraum, den es zu überbrücken gelte: „Es ist ja nicht für ewig.“ Für die Ausfahrt aus dem Klinikgelände wurde eine andere Lösung gefunden: Krankenwagen können über den Wirtschaftshof fahren und dann in die Paracelsusstraße einbiegen. Patienten oder Besucher des Krankenhauses, die während der Bauarbeiten allein über den Hölderlinweg zum Klinikum kommen, seien im ersten Moment zwar verwirrt, weiß die Pressesprecherin. Doch, so die Erfahrungen aus dem Sommer während des ersten Bauabschnitts, die Umleitung sei gut ausgeschildert und daher leicht zu finden gewesen. Stress mit den Anwohnern befürchtet sie nicht: Sie alle von der Stadt über die bevorstehenden Arbeiten informiert worden.

Anja Dietze hat Verständnis für die Stadt: „Wie sollte sie es denn anders machen? Der Straßenbelag ist halt sanierungsbedürftig.“ Bauarbeiten kennt Anja Dietze aus eigener Erfahrung: Als im Klinikum ein zusätzlicher, fünfter Kreißsaal gebaut wurde, und das während des laufenden Betriebs, sei es auch zu Beeinträchtigungen gekommen. Doch: „Das sind alles Maßnahmen, die notwendig und endlich sind.“ Und lebensklug fügt sie hinzu: „Ich könnte mich schon aufregen. Aber das würde die Situation nicht verbessern.“ Gelassenheit ist wichtig. Ein Verkehrsinfarkt droht ihrer Ansicht nicht. Und wenn – eine solche „Krankheit“ kann im Klinikum ohnehin nicht behandelt werden.

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