Der Landesforschungspreis geht in diesem Jahr nach Freiburg und ein weiteres Mal nach Tübingen. (Symbolbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Epidemiologin Anna Köttgen und der Immunologe Hans-Georg Rammensee erhalten den hoch dotierten Landesforschungspreis 2020. Das teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Montag mit.

Stuttgart - Der hochdotierte Landesforschungspreis 2020 geht in diesem Jahr nach Freiburg und ein weiteres Mal nach Tübingen. Ausgezeichnet wird neben der Epidemiologin Anna Köttgen auch der Immunologe Hans-Georg Rammensee, einer der beiden Gründer des Tübinger Corona-Impfstoff-Herstellers Curevac. Der 67-Jährige hat sich auf dem Feld der individualisierten Therapien für Krebspatienten einen Namen gemacht. Das teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium am Montag mit. Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung ist mit je 100 000 Euro dotiert.

Rammensee, Träger des Preises für Angewandte Forschung, leitet die Abteilung Immunologie am Interfakultären Institut für Zellbiologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Er erforscht spezifische Eiweißstrukturen auf der Zelloberfläche, sogenannte Peptide. Sie signalisieren dem Immunsystem, ob eine Körperzelle gesund oder krank ist. Eine der Pionierleistungen Rammensees: die Entwicklung von mRNA-Impfungen. Diese Technik wird derzeit von mehreren Firmen bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen SARS-CoV-2 angewendet.

Den Landesforschungspreis für Grundlagenforschung erhält Köttgen als Direktorin des Instituts für Genetische Epidemiologie am Universitätsklinikum Freiburg. Sie untersucht genetische und umweltbedingte Risikofaktoren für Erkrankungen der Niere und des Stoffwechsels.

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